Schauspieler Val Kilmer gestorben: Er spielte bei „Top Gun“ oder „Batman Forever“ mit – Kultur

Der Schauspieler Val Kilmer ist am Dienstag in Los Angeles verstorben. Die New York Times berichtet, dass Kilmer an einer Lungenentzündung litt, die zum Tod geführt haben soll. Wegen Kehlkopfkrebs musste er sich vor einigen Jahren einer Chemotherapie und einem Luftröhrenschnitt unterziehen. Den Krebs habe er schnell überwunden, er vermisse aber seine alte Stimme, sagte der Schauspieler 2020 in einem TV-Interview.

Die ikonische Rolle als der frühere Kampfpilot Tom „Iceman“ Kazansky in „Top Gun“ machte Kilmer 1986 über Nacht berühmt. Kilmer und Cruise als Kampfpilot Pete „Maverick“ Mitchell spielten erbitterte Konkurrenten, die sich bei riskanten Flugmanövern überbieten.

Kilmer zählte in den 80er- und 90er-Jahren zu Hollywoods Topverdienern. Auf „Top Gun“ folgte der Fantasy-Kultfilm „Willow“ (1988) an der Seite der britischen Schauspielerin Joanne Whalley, die er kurz nach Drehende heiratete. Oliver Stone holte ihn 1991 für den Musikfilm „The Doors“ vor die Kamera. Darin verwandelte sich Kilmer in den legendären Sänger Jim Morrison.

In „Tombstone“ (1993) spielte er den Westernhelden Doc Holliday, in Joel Schumachers „Batman Forever“ (1995) wurde er zum hoch bezahlten Superhelden. Mit der Filmlegende Marlon Brando drehte er 1996 „DNA – Die Insel des Dr. Moreau“.

Solide Ausbildung

Sein Handwerk lernte der gebürtige Kalifornier an der renommierten Julliard School in New York, wo er als 17-Jähriger zu den jüngsten Talenten zählte. Seine Vorliebe galt zunächst klassischen Theaterstücken, doch dann wurde Hollywood auf den blonden Schauspieler mit dem kantigen Gesicht aufmerksam.

Sein Spielfilm-Debüt gab Kilmer 1984 in dem Spionage-Klamauk „Top Secret!“, nach „Top Gun“ setzte er zum Höhenflug an. Doch der nahm schließlich ein jähes Ende. Filme floppten, auch sein Ruf als streitlustiger Mensch kostete ihn in Hollywood Rollen.