
Die Sängerin und Schauspielerin Angelika Mann ist tot. Sie starb vergangenen Mittwoch im Alter von 76 Jahren, wie ihre Familie der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Mann war eine der bekanntesten Künstlerinnen, deren Karriere in der DDR begann.
In den 1970er Jahren begann ihre Musikkarriere. Zunächst wirkte sie an der Seite des Komponisten Reinhard Lakomy. Sie ist zum Beispiel auf Lakomys millionenfach verkaufter Kinderschallplatte „Traumzauberbaum“ zu hören. Angelika Mann sang aber auch mit Manfred Krug und der Jazz-Sängerin Uschi Brüning.
Weil sie sich in der DDR zunehmend unwohl fühlte, stellte sie 1984 einen Ausreiseantrag. Ein Jahr später durfte sie das Land verlassen. Danach trat sie unter anderem im Theater des Westens auf.
Nach dem Ende der DDR trat Mann auch wieder auf ostdeutschen Bühnen auf. So war sie in der Comödie Dresden im Theaterstück Kalender Girls unter anderem an der Seite von Viktoria Brams, Ursula Karusseit und Uta Schorn
zu sehen. Auch vor der Kamera stand sie, etwa in Rosa von Praunheims Film Der Einstein des Sex.
