Sabotage: Litauen klagt fünf Verdächtigte nach Paketexplosionen an

In drei europäischen Ländern gab es eine Serie von Paketexplosionen. Fünf Verdächtige werden von Litauen wegen des Verdachts auf Terrorismus in dem Fall angeklagt.


Sabotage: Die Pakete waren von den Logistikdiensten DHL und DPD befördert worden.
Die Pakete waren von den Logistikdiensten DHL und DPD befördert worden.
© Heiko Rebsch/​dpa

Die Generalstaatsanwaltschaft in Litauen hat fünf Verdächtige im Zusammenhang mit einer Serie von Paketexplosionen aus dem Jahr 2024 angeklagt. Ihnen werde „Terrorismus“ vorgeworfen, sagte ​der
stellvertretende Generalstaatsanwalt Arturas Urbelis. Die Verdächtigen seien Staatsbürger Russlands, der Ukraine ‌und ⁠Litauens. Die Pakete sind in Deutschland, Großbritannien und
Polen Pakete detoniert. Sie waren von den Logistikdiensten DHL und DPD befördert worden.

Litauische Sicherheitsbeamte waren 2024 davon ausgegangen, dass die Pakete Teil ‌eines Probelaufs für Angriffe auf Frachtflüge in ‌die USA gewesen seien. Die ⁠litauische Staatsanwaltschaft ​und
Kriminalpolizei gingen davon aus, dass die Taten von russischen Staatsbürgern im Auftrag des russischen Militärgeheimdiensts durchgeführt worden waren. Sie zogen in Erwägung, dass der russische Geheimdienst die Taten organisiert und überwacht haben könnte​.

In Deutschland ermittelte nach dem Brand eines Luftfrachtpakets im Juli 2024 in Leipzig die Generalbundesanwaltschaft. Sie wird unter
anderem aktiv, wenn sich Straftaten gegen die Bundesrepublik richten. Laut Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang war das Paket durch einen Zufall noch am Boden im DHL-Logistikzentrum gefunden worden, da sich der Weiterflug des aus den baltischen Staaten stammenden Frachtpakets in Leipzig verzögert hatte.