Sabotage an Bundeswehrkorvetten: Sie wirkten wie ehrliche Handwerker

Sie sollen Bundeswehrschiffe beschädigt haben, nun sitzen sie in Haft: Zwei Werftarbeitern werden schwere Sabotageakte vorgeworfen. Steckt wirklich Russland dahinter?



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Sabotage an Bundeswehrkorvetten: Blohm + Voss ist für die Bundeswehr eine wichtige Werft und Ziel von Saboteuren. Ob die Täter in fremdem Auftrag handelten, versuchen die Behörden herauszufinden.
Blohm + Voss ist für die Bundeswehr eine wichtige Werft und Ziel von Saboteuren. Ob die Täter in fremdem Auftrag handelten, versuchen die Behörden herauszufinden.
© Marcus Brandt/​dpa

Es war offenbar ganz leicht, die Korvette Köln auszuknipsen. Am 26. Juni 2025 liegt das 89 Meter lange Schiff der deutschen Marine auf der Werft Blohm + Voss im Hamburger Hafen, ein Donnerstagnachmittag, an Bord finden Schweißarbeiten statt. Gegen 15.30 Uhr aber, so wollen es die Ermittler rekonstruiert haben, schleichen zwei Arbeiter in das Innere der Korvette.

In einem der Technikräume befinden sich die wichtigsten Schalttafeln der Köln. Die beiden Männer legen mutmaßlich einen der Hebel um, der Strom im gesamten Schiff fällt aus, auch für die Kühlanlagen. Bald darauf überhitzt ein Kondensator. Ein anderer Arbeiter bemerkt noch rechtzeitig, wie Rauch aus einem Ventilator quillt, bevor ein Feuer an Bord ausbricht.