
AUDIO: Knoblauchbeize für Saatgut herstellen (2 Min)
Stand: 21.02.2026 07:00 Uhr
Saatgut kann Pilzsporen und Bakterien enthalten. So kann es passieren, dass die Samen nicht keimen. Wer das verhindern möchte, kann die Saat vor dem Aussäen in eine Beize aus Knoblauch geben.
Ab Mitte Februar können langsam wachsende Gemüsesorten wie Paprika oder Chili ausgesät und auf der Fensterbank vorgezogen werden. Damit die Aussaat gelingt, kann das Beizen des Saatguts mit Knoblauch helfen. Bei älterem Saatgut werden so Pilzsporen und Bakterien bekämpft. Das Beizen wirkt zudem stärkend und kann den Keimprozess beschleunigen. Gleichzeitig erhöht eine Knoblauchbeize die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegenüber Pilzerkrankungen wie Mehltau und Braunfäule.
Knoblauchbeize herstellen: So funktioniert es
Für eine Knoblauchbeize werden eine Knoblauchknolle (ungefähr 100 Gramm), ein Liter heißes Wasser und ein Gefäß benötigt. Die Zehen klein schneiden, quetschen, in das Gefäß gegeben und mit dem heißen Wasser übergießen. Diese Mischung einen Tag stehen lassen und im Anschluss den Knoblauch heraussieben. Erst dann kommen die Samen in die Beizflüssigkeit.
Die richtige Einweichzeit
Die Dauer der Einweichzeit richtet sich nach Beschaffenheit und Größe des Saatguts. Bei dünnschaligen Samen wie Radieschen genügen etwa 30 Minuten. Bei größerem und festem Saatgut kann das Beizen mehrere Stunden dauern. Spätestens wenn die Saat zu quellen beginnt, muss sie aus der Flüssigkeit entfernt werden.
Im Anschluss die so behandelten Samen aus der Beizflüssigkeit herausnehmen und auf einer Papierunterlage legen. Sie dürfen nicht komplett austrocknen. Spätestens nach zwölf Stunden müssen die Samen ausgesät werden.





