Rüstungsindustrie: Können Waffenhersteller die Krise am Arbeitsmarkt entschärfen?

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wächst, vor allem die Autoindustrie baut viele Arbeitsplätze ab. Die Rüstungsbranche hingegen ist zum Jobmotor geworden.



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Bei den Rüstungsfirmen boomt es: Eine Mitarbeiterin im Werk von Rheinmetall in Unterlüß (Aufnahme vom August 2025)
Bei den Rüstungsfirmen boomt es: eine Mitarbeiterin im Werk von Rheinmetall in Unterlüß (Aufnahme vom August 2025)
© Ulrich Baumgarten/​Getty Images

Mehr als drei Millionen Arbeitslose – die neuen Arbeitsmarktdaten sprechen eine eindeutige Sprache: Deutschlands seit Jahren recht stabiler Arbeitsmarkt bricht ein. Es ist der höchste Stand der Arbeitslosenzahlen seit zwölf Jahren. Und Aussicht auf eine baldige Verbesserung scheint es kaum zu geben. Von wenig Dynamik am Jobmarkt spricht die Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, bei der Vorstellung der neuen Statistik an diesem Freitag. 

Hauptursache ist die Transformation: Die deutsche Industrie durchläuft momentan tiefgreifende Veränderungen. Während die
Automobilbranche – einst das Rückgrat der Wirtschaft – weiter an
Beschäftigung verliert, entstehen anderswo neue Jobs in beeindruckender
Geschwindigkeit. Mit 721.400 Beschäftigten hat die Autoindustrie
einen historischen Tiefstand erreicht, wie es ihn zuletzt 2011 gab
. Dennoch bleibt sie die zweitgrößte Industriebranche, nur im Maschinenbau sind mit rund 934.200 Arbeitsplätzen mehr Menschen beschäftigt. Doch die Dynamik liegt inzwischen woanders: in der Rüstungsindustrie.