Rezension der Premiere von Antigone am Berliner Ensemble. Regie Johan Simons – Kultur

Am Anfang putzen sich Constanze Becker, Kathleen Morgeneyer und Jens Harzer auf der Bühne des Berliner Ensembles erst einmal die Blut- und Schmutzreste von der nackten Haut. Sie spielen die Überlebenden eines Gemetzels. Über der Spielfläche hängt eine weiße Wand (Bühne: Johannes Schütz), als könnte sie die drei Spieler jederzeit erschlagen. Später wird der Hohlraum in der Wand zu einem Felsverlies und einem Grab werden – der Tod ist hier allgegenwärtig.