Realsplitting: Finanzministerium schlägt Ersatz für Ehegattensplitting vor

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat ein neues Modell vorgeschlagen, mit dem das Ehegattensplitting
ersetzt werden soll. „Für die Zukunft soll das bestehende Konzept durch
ein sogenanntes fiktives Realsplitting abgelöst werden“, heißt es in
einer Ministervorlage. Demnach sollen sich die Partner einen bestimmten Freibetrag so
untereinander aufteilen können, dass es sich optimal auf ihre Steuerlast
auswirkt.

Das Ministerium schlägt vor, sich dafür am
Unterhaltshöchstbetrag zu orientieren, der für geschiedene und dauernd
getrennt lebende Ehepartner gilt. Diese 13.805 Euro könnte die Person,
die mehr verdient, bei sich abziehen. Die Person, die weniger verdient,
würde ihn dann mit ihrem günstigeren Tarif versteuern.

Die Reform soll laut Finanzministerium nur für neu geschlossene Ehen
gelten. Für bereits bestehende Ehen bleibt das alte Ehegattensplitting
erhalten. In der Begründung für die Reform heißt es, „das Realsplitting stärkt die
Partnerschaften, ohne bestimmte Lebensmodelle steuerlich zu
privilegieren“.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.