Rath around the worldDieses Luxushotel am Bodensee gehört zu den drei besten in Deutschland
Von Carsten K. Rath Artikel anhören(07:22 min)

Im RIVA am Bodensee in Konstanz hat Familie Kolb über Jahre ein beeindruckendes Ultra-Luxus-Hotel aufgebaut. Dazu gehören eine hauseigene Yacht, ein Rooftop-Pool und ein herzliches Team. Unser Autor ist überzeugt: Dieses Haus gehört in die Top Drei der besten Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Im Gesamtranking der „101 besten Hotels Deutschland 2026“ landete das RIVA am Bodensee auf Rang zwölf. In der Kategorie 101 Luxury Water Side Hotels erreicht es den zweiten Platz. Respektable Ergebnisse für ein Haus in Privatbesitz, das die Familie Kolb über Jahre hinweg sukzessive ausgebaut hat. Doch ich sage Ihnen: Meiner Meinung nach gehört dieses Hotel in die Top Drei im gesamten DACH-Raum.
Denn es ist nicht nur für Deutschland ein herausragendes Haus. Es muss auch den Vergleich mit der Konkurrenz in Österreich, Südtirol und der Schweiz nicht scheuen. Die Tester der 101 besten Hotels werden in diesem Jahr neu bewerten – und ich bin gespannt, ob sie für 2027 meine Meinung teilen.
Dass das RIVA zu den absoluten Spitzenhäusern gehört, liegt vor allem an Julia Kolb. Die Direktorin und Tochter der Eigentümer hat von Anfang an verstanden, worauf es in der Luxushotellerie wirklich ankommt: perfekte Prozesse auf der einen Seite, Herzlichkeit und Empathie auf der anderen. Beides geht Hand in Hand. Ihre Entscheidung, mit Lisa Schmitz eine erfahrene Hotelmanagerin einzustellen, war zudem klug und weitsichtig. Denn Kolb kümmert sich um das RIVA und auch um das 4K Hotel in Wangen im Allgäu – ein sehr gutes Tagungs- und Businesshotel. Da braucht es vor Ort in Konstanz eine fähige Führung.
Das Ergebnis dieser klugen Personalentscheidungen spürt man im gesamten Haus. Die Mitarbeiter sind exzellent geschult, wie es sich für ein Ultra-Luxus-Hotel gehört – und haben auch etwas, das man nicht trainieren kann: authentische Herzlichkeit. Diese Kombination gibt es selten. Ich vermute, dass diese Herzlichkeit im RIVA einfach Programm ist und von der Spitze, von Julia Kolb und Lisa Schmitz, vorgelebt wird.
Besonders beeindruckt mich der Spa-Bereich. Großzügig, durchdacht und mit einem Team, das mich begeistert. Allen voran die beiden spanischen Mitarbeiterinnen María und Doina: Egal ob Kosmetik- oder Wellness-Behandlung – beide lieben ihren Job und ihre Gäste. Das spüre ich in jedem Gespräch, in jeder Behandlung, in jedem Detail.
Mehr als ein Schwimmbecken
Ein Highlight ist für mich der 30 Grad warme Rooftop-Pool. Er ist weit mehr als ein Schwimmbecken, eher eine eigene kleine Wellnessoase. Im Sommer wie im Winter blickt man aus dem dampfenden Wasser hinüber auf das schweizerische Bodenseeufer. Diese Art von Luxus vergisst man nicht so schnell. Und da kommt noch mehr: Rund um den Pool sollen weitere Suiten entstehen. Ich freue mich darauf.
Die Zimmer und Suiten sind mit besonders viel Liebe zum Detail, edlen Materialien und viel Kunst ausgestattet. Dazu kommt eine qualitativ hochwertige Produktauswahl: Im Zimmer stehen Tees von Ronnefeldt zur Auswahl, im Bad die Kosmetik von La Biostétique und auf dem Tisch lockt ein Champagner von Laurent Perrier. TechnoGym-Geräte im Fitnessbereich komplettieren das Angebot. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen.
Ein echter Hotspot im Ultra-Luxus-Segment
Die Lage ist ein echtes Pfund. Der Bodensee liegt direkt vor der Tür. Wer hier eincheckt, kann die hauseigene, kleine feine Yacht entweder gleich selbst chartern oder sich vom Kapitän über den See schippern lassen: hinüber in die Schweiz, ins österreichische Bregenz oder zur nahen Blumeninsel Mainau. Hinter dem Haus bietet Konstanz als schmuckes Universitätsstädtchen attraktive Architektur, Shopping-Möglichkeiten und hervorragende Gastronomie.
Neben deutschen Gästen wird das Haus auch von vielen Schweizern frequentiert – kein Wunder bei der Nähe. Immerhin ist Konstanz Grenzstadt zur Schweiz und Zürich nur knapp eine Autostunde entfernt. Die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis des Hotels ist für die Schweizer Gäste sehr interessant, denn dafür müssen sie in ihrer Heimat nach wie vor deutlich mehr berappen. Allerdings würde ich gern eine Empfehlung aussprechen: Es wäre gut, wenn man mehr internationale Verbindungen aufbauen würde, um vor allem mehr US-amerikanisches Geschäft zu generieren. Die Amerikaner lieben Süddeutschland und die Berge. Der Schwarzwald ist nicht weit und die Schweiz nur ein paar Gehminuten entfernt. Die Erreichbarkeit über den Flughafen Zürich liegt bei nur 55 Minuten Autofahrt. Hier liegt also Potenzial.
Das RIVA am Bodensee zeigt, was möglich ist, wenn eine Familie mit Vision, Leidenschaft und dem richtigen Team am Werk ist. In Konstanz ist ein echter Hotspot im Ultra-Luxus-Segment entstanden – und die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Platz zwölf? Ich bleibe dabei: Top Drei wäre angemessen.
Raths Reise-Rating (aktuelle Wertung gefettet):
1. Ganz großes Kino
2. Wenn’s nur immer so wäre
3. Hohes Niveau, mit ein paar wenigen Schwächen
4. So lala, nicht oh, là, là
5. Besser als im Hostel
6. Ausdrückliche Reisewarnung
Über den Autor: Als früherer Grandhotelier und Betreiber des relevantesten Hotel-Rankings im deutschsprachigen Raum die-101-besten.com ist Carsten K. Rath Globetrotter von Berufs wegen. Sämtliche Hotels, über die er für ntv schreibt, bereist er auf eigene Rechnung.
Rath ist zudem Autor der Bücher „Die 101 besten Hotels Deutschlands„. Mit seinem Ranking kam er im Jahr 2024 erstmals in die Schweiz. Bestellen Sie das Buch gerne per E-Mail an board@i-sle.ch oder online unter:
Jetzt neu: PODCAST – „Minibar-Geständnisse, aus Zimmer 101″ von Carsten K. Rath, der bei den besten Hoteliers hinter die Kulissen blickt. Zu hören unter anderem bei Apple und Spotify.
