Rosé, 28, K-Pop-Sängerin, sehnt sich nach echter Liebe. Auf die Frage der Podcasterin Alex Cooper, ob sie gerade „jemanden date“, musste die Südkoreanerin plötzlich mit den Tränen kämpfen. „Wenn ich Nein sage, merkt man, dass es eine Lüge ist … Ich bin auf der Suche nach Liebe“, sagte sie in der US-Show „Call Her Daddy“. Sie befürchte, verurteilt zu werden, falls sie ihr Datingleben in der Öffentlichkeit thematisiere, sagte sie. Jemand könnte ihre Worte nutzen, um eine „verrückte Geschichte“ über sie zu erfinden, „wie süchtig ich nach Männern bin, zum Beispiel“. Rosé ist Teil der südkoreanischen Popgroup Blackpink. Junge Künstlerinnen und Künstler in der Branche stehen unter großem Druck, weil Labels und Agenturen ihre Stars für die Fans gewissermaßen als mögliche Traumpartner vermarkten.

Friedrich Merz, 70, Bundeskanzler, muss beim Karneval wohl weniger Spott ertragen. Das habe er einem allgemeinen Bundespolitik-Überdruss zu verdanken, sagt Guido Cantz, einer der gefragtesten Redner im Kölner Karneval, der Deutschen Presse-Agentur. Die Lust aufs Feiern sei zwar ungebrochen, so Cantz, aber den Menschen gehe es dabei vor allem um eine „Flucht aus dem täglichen Wahnsinn“. Im vergangenen Jahr, als der Karneval mit dem Bundestagswahlkampf zusammenfiel, sei das noch anders gewesen. „Da hatte ich ganz viel Politik im Programm. Aber jetzt spüre ich, dass die Leute genervt sind und eher so die Haltung haben: Ach, jetzt fang nicht wieder mit dem Merz an …“ Als Grund vermutet Cantz eine Enttäuschung darüber, dass es nach dem Ende der Ampelregierung kaum besser geworden sei – es mache sich Resignation breit. Er werde daher eher Witze über KI oder den Gelsenkirchener Sparkassen-Einbruch machen.

Ben Zucker, 42, Schlagersänger, bemängelt falsche Vorstellungen von Alkoholismus. Der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte er, dass es Phasen gebe, in denen er sehr auf den Job fokussiert sei und nicht trinke. „Von den fast neun Jahren meiner Karriere habe ich ja auch vier Jahre nicht getrunken.“ Zucker hatte im vergangenen Sommer öffentlich gemacht, dass er alkoholkrank sei. „Die Menschen denken, jemand, der ein Alkoholproblem hat, müsste morgens vorm Discounter stehen und sich in die Hosen machen. Aber das ist nicht so“, sagte Zucker der Zeitung. Dies habe mit der Realität vieler Betroffener wenig zu tun. „Ich stehe nicht morgens zitternd vorm Spiegel und denke: ‚Scheiße, was mache ich jetzt?‘“
