Operativ kaum etwas verdientPorsche legt katastrophale Zahlen vor
10.03.2026, 08:34 Uhr
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Fehleinschätzungen kommen den Sportwagenbauer Porsche teuer zu stehen. Das operative Ergebnis sinkt 2025 von mehreren Milliarden auf 90 Millionen Euro. In diesem Jahr wird ein weiterer Absatzrückgang erwartet. Bessere Aussichten gibt es für die Rendite.
Das Debakel im China-Geschäft und milliardenhohe Belastungen durch den Strategieschwenk haben beim Sportwagenbauer Porsche für einen massiven Gewinneinbruch im vergangenen Jahr gesorgt. Wie der Mutterkonzern Volkswagen mitteilte, belief sich das operative Ergebnis von Porsche 2025 auf 90 Millionen Euro nach knapp 5,3 Milliarden Euro im Jahr davor.
Inklusive Finanzdienstleistungen erzielte die Sportwagenschmiede 413 Millionen Euro (2024: 5,6 Milliarden Euro). Analysten von Visible Alpha hatten mit knapp einer halben Milliarde Euro Betriebsgewinn einschließlich Finanzdienstleistungen gerechnet.
Porsche leidet unter einem Absatzeinbruch in China, gestiegenen US-Zöllen und einer Fehleinschätzung zum Tempo des Umstiegs auf Elektroautos. Da die Sportwagenfans am Verbrennungsmotor hängen, verlegt sich Porsche wieder stärker auf Modelle mit konventionellen, klimaschädlichen Antrieben. Für 2026 erwartet der Autobauer nach Aussagen auf einer Analystenkonferenz Ende Januar einen weiteren Absatzrückgang, die Rendite soll sich aber auf mehr als 5 Prozent erholen.
Der Volkswagen-Konzern hat 2025 wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump und der Probleme bei Porsche einen Gewinneinbruch auf 8,9 Milliarden Euro verzeichnet. Der Umsatz stagnierte bei 322 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr sagen die Wolfsburger ein Umsatzplus von bis zu 3 Prozent voraus. Bei der operativen Rendite haben sie sich vier bis 5,5 Prozent vorgenommen, eine deutliche Verbesserung zu den 2,8 Prozent im vergangenen Jahr.
