
Der slowenische Rad-Weltmeister Tadej Pogacar muss um seinen deutschen Edelhelfer bangen: Nils Politt ist bei der Generalprobe für die Flandern-Rundfahrt gestürzt. Der Kölner vom Pogacar-Team UAE Emirates-XRG kam beim Halbklassiker „Quer durch Flandern“ rund 40 Kilometer vor dem Ziel zu Fall, blieb liegen und musste behandelt werden. Anschließend stieg er bei dem Eintagesrennen in Belgien aus.
Für den belgischen Rad-Star Wout van Aert und sein Visma-Team endete der Tag unterdessen mit einer Schmach. In den Zielsprint ging das Team zu dritt – verfolgt nur von dem US-Amerikaner Neilson Powless. Der neunmalige Tour-de-France-Etappensieger van Aert – der sich ein Jahr zuvor bei dem Rennen nach einem heftigen Sturz schwer verletzt hatte – wurde jedoch im Sprint von Powless geschlagen und kam nur als Zweiter ins Ziel. Van Aerts belgischer Teamkollege Tiesj Benoot belegte Rang drei vor Vorjahressieger Matteo Jorgenson (USA).
„Das ist der größte Erfolg in meinem Leben“, sagte Powless im Siegerinterview. Bester Deutscher nach dem Rennen über 184,2 Kilometern von Roeselare nach Waregem inklusive sieben Kopfsteinpflaster-Sektoren wurde John Degenkolb als 30. mit fast dreieinhalb Minuten Rückstand.
Politt am Boden
Politt, der bei der Flandern-Rundfahrt als wichtiger Helfer von Pogacar eingeplant ist, lag nach dem Sturz zunächst einige Zeit am Boden. Der Australier Laurence Pithie von Politts früherem deutschem Team Red Bull war ebenso in den Zusammenstoß verwickelt.
Bei der Flandern-Rundfahrt am Wochenende zwischen Brügge und Oudenaarde trifft sich ein Teil der internationalen Radsport-Elite. Dabei steht vor allem das Duell der Superstars Tadej Pogacar und Matieu van der Poel im Fokus.