Plastischer Chirurg: „Ich stelle oft fest, dass junge Leute Opfer des Schönheitswahns sind“

Olaf Kauder, 59, ist Facharzt für plastische und ästhetische
Chirurgie. In seiner Praxis in Berlin strafft er Gesichtshaut, verkleinert
Brüste und saugt Fett ab. Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft
für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.

DIE
ZEIT:
Herr Kauder,
Sie wollen nicht als Schönheitschirurg bezeichnet werden. Warum nicht?

Olaf
Kauder:
Weil es die
Berufsbezeichnung Schönheitschirurg offiziell nicht gibt, das ist ein
Fantasiename. Jeder junge Arzt, der weiß, wie man Messer halten muss, kann sich
so nennen, man braucht für die Bezeichnung nicht die sechsjährige Weiterbildung zum Facharzt
für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die habe ich aber.