Pfannenbrote mit Bärlauch-Tofu-Füllung · Eat this!

Fluffig, gefüllt und fix gemacht: Diese veganen Pfannenbrote mit Bärlauch-Tofu-Füllung sind die perfekte Antwort auf Bärenhunger und Frühlingsgefühle – ganz ohne lange Wartezeit.

Wir haben hier definitiv viel zu lange nicht mehr über Pfannenbrote gesprochen! Und auch wenn wir selbst vor lauter Rezepten, Tests & Co. leider viel zu selten in den Genuss von Naan und Chapatis kommen, gehören die beiden zu unseren absoluten Favoriten.

Gerade gefülltes Naan, fluffig und weich, das sich so wunderbar in cremige Dals und Currys tauchen lässt, ist einfach unverschämt lecker. Im Gegensatz zu Chapatis, die auch echt flott gemacht sind, benötigt die Hefe im Naan-Teig aber doch ein bisschen Gehzeit. Und die soll er natürlich für ein ordentlich luftiges Ergebnis auch bekommen.

Wer es aber ganz eilig hat, sei es aus Bärenhunger, Zeitdruck oder beidem (!), dem lege ich unsere flotteren, gefüllten Pfannenbrote ans Herz. Die werden nämlich nur aus einem fix zusammengerührten Teig aus Mehl, Sojajoghurt und Backpulver gemacht – richtig schön fluffig werden sie trotzdem. Ordentlich geknetet werden muss der Teig allerdings schon. Ich habe hier zehn Minuten meine Muskelkraft eingesetzt und überschüssige Aggressionen abgebaut. Tut gut! Ansonsten lässt sich das Ganze natürlich auch prima in der Küchenmaschine erledigen. Da müssen die Aggressionen dann einfach woanders hin. Während wir jetzt unsere Füllung vorbereiten, bekommt der Teig eine kurze Ruhezeit, die für die schnellen Pfannenbrote völlig ausreicht.

Mit Tofu und Bärlauch gefüllte Pfannenbrote

Bei uns im Garten wächst der Bärlauch immer noch etwas zögerlich, während er ein paar Kilometer weiter – beispielsweise im Garten von Jörgs Papa – schon seit zwei, drei Wochen erntereif ist. Wir haben uns also für unsere Frühjahrsfüllung zwei große Bünde von ihm mitbringen lassen und hoffen die Tage auf eigenen Nachschub.

Statt Bärlauch funktionieren für so eine Frühjahrsfüllung natürlich auch Spinat, Petersilie, Pesto oder ein paar grüne Erbsen. Für die leichtere Verarbeitung übergießen wir den Bärlauch kurz mit heißem Wasser, drücken ihn gut aus und hacken das Wildkraut einmal durch. So lässt sich alles prima mit zerdrücktem Tofu, Hefeflocken, Salz und Pfeffer zu einer geschmeidigen Füllmasse – am besten nicht zu feucht und nicht zu trocken – vermengen.

Dann wecken wir unseren Teigballen aus seinem kurzen Nickerchen und teilen ihn in sechs gleichgroße Stücke. Die Teiglinge werden dann jeweils zu einer Kugel geformt und entweder gleich mit der Hand oder einem Nudelholz zu Teigfladen mit etwa zwölf Zentimeter Durchmesser ausgewalkt. Nur bitte nicht zu dünn, damit später nichts reißt.

In die Mitte geben wir etwa zwei gute Esslöffel unserer Bärlauch-Tofu-Füllung und schließen den Teigling vorsichtig von allen Seiten, ähnlich wie bei einem Dumpling. Sollte eine Naht irgendwo nicht halten, drücke den Teig einfach vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger zusammen, bis er gut versiegelt ist.

Jetzt kann der gefüllte Teigbollen etwas flach in Fladen-Form gebracht und von allen Seiten mit etwas Bratöl bepinselt werden.

Pfannenbrot in Gußeisenpfanne

Wir haben zum Backen unsere gusseiserne Pfanne benutzt. Grundsätzlich funktioniert das Ausbacken natürlich in jeder Pfanne, beschichtete Pfannen eignen sich aber nicht so gut dazu. Keramik funktioniert dabei noch besser als mit Teflon beschichteten Pfannen. Die solltest du auf keinen Fall im leeren oder trockenen Zustand zu heiß werden lassen – lieber langsamer bei mittlerer Hitze und mit Deckel arbeiten. Gusseisen, Stahl oder Kupfer vertragen die hohe Hitze dagegen bestens.

Für den ultimativen Frühlingslook haben wir die heißen, saftigen Fladen zum Schluss noch mit etwas Bärlauchöl getoppt. Sag bitte, dass das Ergebnis dich genauso anmacht wie mich!

Kann ich die Pfannenbrote …

  • … vorbereiten? Ja, die Pfannenbrote lassen sich prima nochmal aufbacken – ob in der Pfanne, dem Backofen, dem Airfryer oder in der Mikrowelle.
  • … mit etwas anderem füllen? Na, aber sicher! Statt Bärlauch eignet sich auch prima Spinat, frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch, Frühlingszwiebeln und für extra frisches Frühlingsgrün und etwas Süße: TK-Erbsen! Etwas veganer Feta mit untergemischt, schmeckt ebenfalls toll.
  • … mit Vollkornmehl zubereiten? Ja! Sie werden aber nicht ganz so fluffig und du musst mehr Sojajoghurt dazugeben, weil Vollkornmehl mehr Flüssigkeit benötigt.
  • … einfrieren? Auch das ist kein Problem. Einfach auftauen und wieder aufbacken.

  • Mehl, Backpulver, Salz und Joghurt in einer Schüssel grob verrühren. Anschließend 5 Minuten zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Abdecken und ruhen lassen, während die Füllung zubereitet wird.

    300 g Dinkelmehl Type 630, 3 TL Backpulver, ½ TL Salz, 200 g Sojajoghurt

  • Bärlauch in einer Schüssel mit heißem Wasser übergießen und kurz zusammenfallen lassen. Dann abgießen, gut ausdrücken und grob hacken.

    150 g Bärlauch

  • Tofu in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken. Bärlauch, Hefeflocken, Sojajoghurt, Öl, gut vermengen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    200 g Tofu, 1 EL Hefeflocken, 1 EL Olivenöl, ¾ TL Salz, ¼ TL Pfeffer

  • Teig in etwa 85-90 g schwere Teiglinge teilen. Mit der Hand oder einem Nudelholz rund auf ca. 3-5 mm Dicke auswalken.

  • Etwa 2 EL der Bärlauch-Tofufüllung in die Mitte geben, die Teigränder nach innen klappen, verschließen und zu Kugeln formen.

  • Die Fladenbrot auf etwa 2-3 cm Dicke flach drücken und anschließend von beiden Seiten leicht mit etwas Öl bepinseln. In einer heißen Pfanne (in der Gusseisenpfanne geht’s am besten) von beiden Seiten je 5-7 Minuten goldbraun backen.