Paralympics: Liveblog – Rauen unglücklich mit Rang 12 nach erstem Lauf

Skifahrer Alexander Rauen mit seinem Guide Jeremias Wilke


liveblog

Stand: 13.03.2026 • 10:02 Uhr

Exklusive Einblicke, viel Service, die wichtigsten Entscheidungen, besondere Momente und Kurioses von den Paralympischen Winterspielen 2026 in Italien servieren wir im Liveblog.

10:08 Uhr

Glötzner nach erstem Lauf raus

Deutschlands einbeiniger Fahrer Christoph Glötzner ist im ersten Lauf im Riesenslalom auf der schlagigen Piste gestürtzt und damit ausgeschieden. Wie ihm ging es diversen Athleten auch: Insbesondere die einbeinigen Sportler hatten mit den harten Bedingungen zu kämpfen.

10:02 Uhr

Rauen nach 1. Lauf auf Rang 12 – und unzufrieden mit der Piste

Der sehbeeinträchtige deutsche Alpin-Fahrer Alexander Rauen liegt nach dem 1. Lauf im Riesenslalom mit seinem Guide Jeremias Wilke auf dem zwölften Rang (+11,47). Rauen kritisierte, wie viele Sportler bei den Paralympics zuvor, die Streckenverhältnisse in Tofane. Wegen der warmen Wetterverhältnisse sind die Strecken in Norditalien vierlerorts tief und weich. Zuletzt wurden die Stimmen nach einer Verlegung der Paralympics in der Zukunft lauter.

„Ich hatte zwei große Fehler drin. Einmal im Mittelteil, wo ich extrem nachdrücken musste und dann weiter unten, wo die Piste aufbricht. Da habe ich komplett die Linie verloren. Das hat brutal viel Zeit gekostet“, erklärte Rauen nach dem Rennen.

08:46 Uhr

Wicker, Recktenwald und Co. wieder gefordert

Nach den Langlauf-Wettbewerben greifen die Biathletinnen und Biathleten um Anja Wicker und Johanna Recktenwald wieder an. Am Nachmittag steht die Sprint-Verfolgung auf dem Programm – ein Format, das Spannung verspricht. Deutsche Medaillenchancen gibt es allemal, klappt es sogar mit dem ersten Gold?

Schon am Morgen ist Para Snowboarder Christian Schmiedt im Banked Slalom gefordert. Der Wettbewerb ist zum ersten Mal bei Paralympischen Spielen dabei.

Im Para Ski Alpin starten Leon Gensert, Alexander Rauen und Christoph Glötzner im Riesenslalom. Dem deutschen Trio werden aber nur Außenseiterchancen auf eine Medaille eingeräumt.

12.03.2026 • 19:55 Uhr

Kein deutscher Boykott der Schlussfeier

„In enger Abstimmung mit dem Team haben wir bereits im Vorfeld und zu Beginn der Paralympischen Spiele Zeichen gesetzt. Nun begleiten wir sie dabei, am Sonntag im Curling-Stadion von Cortina gemeinsam einen emotionalen Abschluss dieser Spiele zu erleben.“ Der Deutsche Behindertensportverband (DSB) wird mit dem kompletten Team and er Schlussfeier der Olympischen Spiele am Sonntag (15.03.2026) in der Arean von Verona teilnehmen.

Dies teilte der Verband gegenüber dem SID mit. Deutschland und einige andere Nationen waren der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag ferngeblieben aus Protest gegen die Teilnahme russischer Athletinnen und Athleten unter eigener Flagge. Der DBS hatte dies unter anderem mit „der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck zu bringen“ begründet.

Zuletzt hatten Langläuferin Linn Kazmaier und ihr Guide Florian Baumann ein Zeichen gegen die Wiederzulassung Russlands unter eigener Flagge gesetzt.

12.03.2026 • 18:45 Uhr

Andrea Eskau hat noch lange nicht fertig

Andrea Eskau ist mit 54 Jahren eine Legende im deutschen Paralympics-Team. Bei den Spielen von Mailand/Cortina blieb sie bisher ohne Medaille. Doch sie hat weiter den Hunger auf Medaillen. „Wäre schon geil, wenn ich noch mal zuschlagen könnte“, sagte sie im exklusiven Sportschau-Interview.

12.03.2026 • 16:48 Uhr

Deutschland gewinnt Overtime-Krimi gegen die Slowakei

Deutschland hat nach einem dramatischen Spiel gegen die Slowakei den ersten Eishockey-Sieg bei den Paralympics seit 20 Jahren gefeiert. Die Entscheidung fiel erst in der Overtime. Nun geht es für die deutsche Auswahl noch um Platz fünf gegen den Italien, das sich gegen Japan durchsetzte.

12.03.2026 • 15:17 Uhr

Rauen „wäre am liebsten wieder abgehauen“

Deutschlands Para-Skifahrer Alexander Rauen hat sich überglücklich nach seinem Debüt bei den Paralympics gezeigt. Der sehbeeinträchtigte 24-Jährige wurde in der Kombination und im Super-G jeweils Elfter. Kurz vor seiner Paralympics-Premiere sei die Aufregung aber kaum aushaltbar gewesen, sagte Rauen im ARD-Interview. „In der letzten Minute, bevor es losging, hat mein Herz richtig gepocht“, sagte der Wittlicher. „Ich wäre am liebsten wieder abgehauen und wollte eigentlich gar nicht mehr fahren“, ergänzte er schmunzelnd.

Dem Riesenslalom am Freitag blickt Rauen mit Optimismus entgegen: „Ich habe mir das Ziel gesetzt, in einem Rennen unter die besten Acht zu kommen. Jetzt kommen Riesenslalom und Slalom. Da kann ich es am ehesten hinbekommen, es sind meine besten Disziplinen. Von daher bin ich guter Dinge.“

Alexander Rauen beim paralympischen Super-G

12.03.2026 • 14:05 Uhr

Forsters Medaillenregen geht weiter

Deutschlands aktuell beste Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat nach Gold in der Abfahrt und Silber in der Super-Kombination die nächste Medaille geholt. Im Riesenslalom war die 30-Jährige wieder die Schnellste und durfte sich erneut über den ersten Podiumsplatz freuen. Silber ging an die Japanerin Momoka Muraoka (+1,28), Bronze an die Chinesin Sitong Liu (+4,15).

12.03.2026 • 13:40 Uhr

Rothfuss starke Vierte

Andrea Rothfuss hat nach langer, krankheitsbedingter Pause einen starken vierten Platz im Riesenslalom belegt. Gold ging an die Schwedin Ebba Aarsjoe, Silber gewann die Russin Warwara Woronchikhina und Bronze holte die Französin Aurelie Richard.

Für Rothfuss ist es bereits die sechste Paralympics-Teilnahme. Die 26-Jährige hatte zuletzt aber wegen Depression eine jahrelange Sport-Pause einlegen müssen.

Bei den sehbehinderten Frauen kam die 17-jährige Maya Fügenschuh bei ihrer Paralympics-Premiere mit Guide und Olympionikin Johanna Holzmann auf Platz zehn.

12.03.2026 • 10:56 Uhr

Anna Schaffelhuber erklärt den Monoski

ARD-Expertin Anna Schaffelhuber hat im Gespräch mit Moderatorin Julia Scharf ihren Monoski erklärt. Die siebenfache Paralympics-Siegerin betonte, dass der Ski identisch mit dem im Weltcup der nicht behinderten Athleten ist. „Auch die Regularien – also Länge, Radius und so weiter – sind gleicht“, sagte die 33-Jährige. „Der Monoski wiegt um die neun Kilo. Die Sitzschale wird für jeden Athleten über Jahre maßangefertigt. Es werden immer mal wieder Nuancen angepasst“, so Schaffelhuber. „Bequem ist es leider nicht“, ergänzte sie lachend.

12.03.2026 • 10:36 Uhr

Forster auf Goldkurs

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster winkt im Riesenslalom die zweite Goldmedaille bei den Paralympischen Winterspielen in Italien – auch, weil die zweite Top-Favoritin bereits ausgeschieden ist. Audrey Pascual Seco, die im Super-G und in der Kombination zweimal Gold abgeräumt hatte, war neben Forster bislang die dominierende Fahrerin in Cortina. Die 21-jährige Spanierin verlor nach etwa der Hälfte des Rennens bei einem Schwung allerdings die Kontrolle, rauschte in ein Tor und schied aus.

Eine Vorentscheidung ist aber noch lange nicht gefallen: Forsters Vorsprung auf die Japanerin Momoka Muraoka, die wegen eines Schlüsselbeinbruchs erst kurz vor den Spielen ins Renngeschehen zurückgekehrt war, beträgt schließlich nur 0,54 Sekunden. Sitong Liu (China/+1,26 Sekunden) ist derzeit Dritte.

12.03.2026 • 09:59 Uhr

Rothfuss in Reichweite zum Bronze-Rang

Im Riesenslalom stehend liegt Andrea Rothfuss nach dem ersten Lauf auf Platz vier. Während ihr Rückstand auf die erstplatzierte Schwedin Ebba Aarsjoe schon recht groß ist (+3,55), ist zumindest der Bronze-Rang noch in Reichweite. Die Französin Aurelie Richard war im ersten Lauf 1,47 Sekunden schneller als Rothfuss.

Deutschlands zweite Starterin in der stehenden Klasse, Anna-Maria Rieder, liegt vor dem finalen Lauf auf Platz sieben. Sie war nach der ersten Fahrt nicht ganz zufrieden.

Maya Fügenschuh liegt in der Klasse der Sehbeeinträchtigten nach dem ersten Lauf zwar schon mit deutlichem Rückstand auf Platz elf (+20,17 Sekunden), konnte im Ziel aber dennoch lächeln. „Es ist einfach der Wahnsinn, hier runterfahren zu können. Die Fahrt war nicht optimal, aber ich bin einfach mega happy, hier am Start zu sein.

12.03.2026 • 08:52 Uhr

Forster, Rothfuss und Co. im Riesenslalom gefordert

Nach Gold in der Abfahrt und Silber in der Super-Kombination startet Monoskifahrerin Anna-Lena Forster einmal mehr als Topfavoritin im Riesenslalom. 2014 hatte sie in Sotschi Bronze in der Disziplin geholt.

In der stehenden Klasse starten Andrea Rothfuss und Anna-Maria Rieder. Bei den Sehbeeinträchtigten gibt Maya Fügenschuh ihr Paralympics-Debüt- Die 17-Jährige ist die jüngste Athletin im deutschen Team und geht gemeinsam mit Guide Johanna Holzmann an den Start, die schon bei Olympia im Skicross dabei war.

Für das deutsche Eishockey-Team geht es nach drei Niederlagen im ersten Platzierungsspiel gegen die Slowakei. Die beiden Mannschaften kennen sich noch gut, im Mai vergangenen Jahres hatte sich Deutschland bei der WM mit einem Sieg gegen die Slowaken für die Paralympischen Spiele qualifiziert.

China Curling-Paralympicssieger im Mixed Doubles

Chinas Rollstuhlcurler haben am Nachmittag die Paralympics-Premiere im Mixed Doubles gewonnen. Das Duo Wang Meng und Yang Jinqiao setzte sich im Finale im Curling Stadium von Cortina d’Ampezzo gegen die Weltranglistenersten Baek Hyejin/Lee Yongsuk (Südkorea) mit 9:7 durch. Die Entscheidung fiel im Extra End. Wang und Yang bescherten China bereits die zehnte Goldmedaille.

Der Ausrichter der vergangenen Winterspiele liegt damit klar an der Spitze des Medaillenspiegels, insgesamt holten die chinesischen Athletinnen und Athleten bereits 26 Medaillen. Im Spiel um Bronze setzte sich Lettland gegen die USA durch.

Die Mixed-Doubles-Variante war zu den Spielen in Norditalien neu ins Programm aufgenommen worden. In Cortina werden zudem Medaillen im Mixed-Team-Wettbewerb ausgespielt. Deutsche haben sich im Rollstuhlcurling nicht qualifiziert.

Außergewöhnliches Rennen für Langläufer Bold

Besonderes Rennen für den sehbeeinträchtigten Langläufer Theo Bold: Nicht nur war am Mittwoch Bolds 20. Geburtstag, am Abend vor dem Zehn-Kilometer-Rennen fiel auch dessen Guide aus, Bruder Jakob Bold. Für ihn sprang kurzfristig Adrian Schuler ein. „Ich habe es gestern Abend erfahren“, sagte Schuler. „Wir haben es gut hinbekommen. Der Jakob wäre sicherlich an vielen Stellen näher dran gewesen, aber es hat gut geklappt.“ Das bestätigte auch Bold, der Achter wurde.

11.03.2026 • 15:07 Uhr

Langlauf-Jury in der Kritik

Nach dem 10-Kilometer-Rennen im Langlauf gab es deutliche Kritik an der Jury und den Streckenverhältnissen. „Ich verstehe nicht, warum nicht gesalzen wurde, weil es war wirklich eine Katastrophe„, sagte Marchand und sprach von „Scheiß-Bedingungen“.

Auch Bundestrainer Ralf Rombach kritisierte die Strecke und die Jury nach dem Renntag deutlich. „Ich bin überhaupt nicht glücklich mit der Entscheidung der Jury. Für mich war es vollkommen klar, dass es heute ohne Salz nicht geht. Dass sie nicht gesalzen haben, ist aus meiner Sicht der Veranstaltung nicht würdig„, sagte Rombach.

Irgendeine oder irgendeiner gewinnt immer, aber ich finde, es war heute nicht in Ordnung. Es gibt einfach Sportklassen, die sich besonders schwertun bei tiefen Bedingungen„, erklärte der Bundestrainer. Man müsse der Fairness halber dafür sorgen, dass immer ähnliche Bedingungen herrschen. „Heute war es sehr tief, da waren manche einfach von vornherein benachteiligt. Das sollte man vermeiden und es wäre auch vermeidbar gewesen.

11.03.2026 • 13:21 Uhr

Walter feiert Medaille nach Fehler am Vortag

Langläuferin Leonie Maria Walter ist gemeinsam mit Guide Christian Krasman im Rennen der sehbeeinträchtigten Klasse über die Mitteldistanz zu Bronze gelaufen. Damit feierte die 22-Jährige in Norditalien ihren zweiten Erfolg. Schon im Biathlon-Sprint hatte sie sich die Bronzemedaille gesichert.

Am Dienstag war Walter im Langlauf-Sprint hingegen die tragische Figur gewesen, als sie die Silbermedaille aufgrund eines Verstoßes gegen die Technik-Regel von Guide Krasman verloren hatte.

11.03.2026 • 12:21 Uhr

Auch angeschlagener Marburger muss aussteigen

Kurz nach dem Marchand-Drama endete auch für Sebastian Marburger das Langlauf-Rennen über die Mitteldistanz in der stehenden Klasse vorzeitig. Der 28-Jährige hatte am Vortag gesundheitlich angeschlagen Silber im Sprint gewonnen, sich dabei nach eigener Aussage aber ziemlich verausgabt.

Für einen Start im Einzel über 10 km entschied er sich dennoch und lag zunächst auch gut im Rennen um die Medaillen. Nach etwa der Hälfte der Strecke musste er den Sprint-Strapazen dann allerdings Tribut zollen und stieg erschöpft aus. Max Weidner beendete den Wettkampf auf Platz elf.

11.03.2026 • 12:19 Uhr

Schwächeanfall – Drama um Marchand

Für Langläuferin Kathrin Marchand ist bei den Paralympischen Winterspielen der Traum von einer Medaille auf bittere Art und Weise geplatzt.

Die frühere Olympia-Ruderin lag im Rennen der stehenden Klasse über die Mitteldistanz lange Zeit auf Kurs Bronze, hatte nach fünf Kilometern bereits 23,3 Sekunden Vorsprung auf die Viertplatzierte. Doch dann erlitt sie einen Schwächeanfall, musste sich an den Streckenrand setzen und gab das Rennen schließlich auf.

11.03.2026 • 12:17 Uhr

Wicker schrammt um 1,5 Sekunden an Bronze vorbei

Anja Wicker hat ihre erste paralympische Medaille im Langlauf um nur 1,5 Sekunden verpasst. Im klassischen Sprint über 10 Kilometer belegte die 34-Jährige beim Sieg der US-Amerikanerin Oksana Masters, die ihre 12. paralympische Goldmedaille gewann, am Ende den vierten Platz. Silber ging an die Südkoreanerin Kim Yunji vor Kendall Gretsch aus den USA.

11.03.2026 • 08:48 Uhr

Langlauf: Kazmeier und Co. peilen wieder Edelmetall an

Nach teils nervenaufreibenden Entscheidungen im Klassik-Sprint stehen für die Langläufer am Mittwoch die Rennen über 10 km an. Mit dabei: Sebastian Marburger, Maximilian Weidner und Kathrin Marchand in der stehenden Klasse. Auch Leonie Maria Walter und Silbermedaillengewinnerin Linn Kazmeier (Klasse der Sehbeeinträchtigten) sind nach dem Sprint-Drama wieder am Start.

10.03.2026 • 19:13 Uhr

Para Eishockey: Auch Kanada mit weißer Weste im Halbfinale

Nach den USA hat sich auch der zweite Topfavorit Kanada souverän den Gruppensieg gesichert. Gegen Tschechien siegten die Nordamerikaner locker 4::1. Mit insgesamt 26:1 Treffern und drei Siegen aus drei Spielen zieht Kanada als Gruppensieger ins Halbfinale ein und trifft dort auf China. Die zwetiplatzierten Tschechen treffen auf die Überflieger aus den USA. Beide Spiele finden am 13. März statt.

10.03.2026 • 16:30 Uhr