

Papst Leo XIV. hat zu Ostern einen Appell gegen die Ausbeutung der Ressourcen der Erde und die Gewalt des Krieges gesendet. „Der auferstandene Christus segne uns und schenke der ganzen Welt seinen Frieden“, sagte der Papst in seiner Predigt bei der Heiligen Messe zum Ostersonntag auf dem Petersplatz.
Dem Tod begegne man auch „außerhalb von uns“, sagte Leo auf dem mit Blumen geschmückten Vorplatz des Petersdoms bei strahlendem Sonnenschein.
Der Tod finde sich in der Gewalt, in den Wunden der Welt, „in dem Schmerzensschrei, der von überall her aufsteigt – angesichts der Unterdrückung der Schwächsten, angesichts der Profitgier, die die Ressourcen der Erde plündert, angesichts der Gewalt des Krieges, der tötet und zerstört“.
Erinnerung an Worte von Franziskus
Es war die erste Ostermesse, die der US-Amerikaner Robert Francis Prevost im Amt des Papstes feierte. „Der Tod hat keine Macht mehr über uns“, sagte der Nachfolger von Papst Franziskus, der vergangenes Jahr am Ostermontag im Alter von 88 Jahren gestorben war.
Leo erinnerte in seiner Predigt an Worte seines Vorgängers. Es sei wahr, dass es oft so scheine, als existiere Gott nicht, zitierte Leo aus dem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“: „Wir sehen Ungerechtigkeit, Bosheit, Gleichgültigkeit und Grausamkeit, die nicht aufhören.“ Es sei aber auch gewiss, dass „mitten in der Dunkelheit immer etwas Neues aufkeimt, das früher oder später Frucht bringt“.
Mit den Feierlichkeiten am Sonntag endet im Vatikan das erste Osterfest unter Papst Leo XIV. Er verlieh ihm in Teilen seine eigene Handschrift. An Gründonnerstag wusch er wie die Vorgänger von Franziskus wieder Priestern die Füße.
Während des Kreuzweges am Kolosseum am Karfreitag trug der 70-Jährige das schlichte Holzkreuz selbst. Das hatte laut „Vatican News“ zuletzt Papst Johannes Paul II. 1994 getan.
