Papst Franziskus zurück auf dem Petersplatz – Messe für Kranke im April 2025

Papst Franziskus hat sich am Sonntagmittag überraschend auf dem Petersplatz gezeigt. Am Ende eines großen Gottesdienstes für Kranke und medizinisches Personal wurde er im Rollstuhl zum Altar vor der Fassade des Petersdoms gefahren. Gemeinsam mit Erzbischof Rino Fisichella, der den Gottesdienst gefeiert hatte, erteilte er den Segen.

Danach grüßte er die Anwesenden, dankte ihnen und wünschte ihnen „Buona domenica!“ – einen schönen Sonntag. Die rund 20.000 Menschen auf dem Platz quittierten den Auftritt mit Begeisterung und Applaus. Nach wenigen Minuten verließ Papst Franziskus den Platz wieder. Er trug während des kurzen Auftritts Sauerstoffkanülen zur Unterstützung seiner Atmung.

Am Ende einer Messe, die den Kranken gewidmet war, kommt Papst Franziskus im Rollstuhl auf dem Petersplatz im Vatikan an.
Am Ende einer Messe, die den Kranken gewidmet war, kommt Papst Franziskus im Rollstuhl auf dem Petersplatz im Vatikan an.dpa

Wenig später teilte das vatikanische Presseamt mit, der Papst habe am selben Morgen bereits gebeichtet und anschließend – so wie die übrigen Pilger – die Heilige Pforte des Petersdoms durchquert. Dies ist nach katholischer Lehre erforderlich, um die negativen Folgen begangener Sünden zu tilgen.

Die Gläubigen applaudierten dem Papst

Während des Gottesdienstes hatte Fisichella mit bewegten Worten unter Applaus an Papst Franziskus erinnert, der die Feier „wenige Meter von hier“ über das Fernsehen mitverfolge. Das spätere Erscheinen des Papstes kündigte er jedoch nicht an.

Gläubige begrüßen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.
Gläubige begrüßen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.dpa

Der 88 Jahre alte Pontifex befindet sich nach einem Krankenhausaufenthalt von 14. Februar bis 23. März derzeit in einer langen Rekonvaleszenzphase. Sie soll nach ärztlicher Anordnung noch mindestens bis Mitte Mai dauern. Bis dahin lebt er unter ärztlicher Betreuung in seiner Wohnung im vatikanischen Gästehaus.

In der von Fisichella verlesenen Papst-Predigt hieß es, die Krankheit sei „eine der schwierigsten und härtesten Prüfungen des Lebens, in der wir unmittelbar erfahren, wie zerbrechlich wir sind“. Und weiter: „Auch in diesen Momenten lässt Gott uns nicht allein. Wenn wir uns ihm überlassen, können wir gerade dann, wenn unsere eigenen Kräfte versagen, den Trost seiner Gegenwart erfahren. Er selbst, der Mensch geworden ist, wollte unsere Schwäche in allem teilen.“

Worte für Kranke und Pflegepersonal

An das medizinische Personal gewandt heißt es in dem Text: „Lasst die Gegenwart der Kranken als ein Geschenk in euer Leben treten, um euer Herz zu heilen, um es von allem zu reinigen, was nicht Liebe ist.“ Unter den Teilnehmern des Gottesdienstes waren auch Ärzte und Pfleger aus der römischen Gemelli-Klinik, die Franziskus im Februar und März betreut hatten.

Mit Blick auf die Kranken fuhr Fisichella im Namen des Papstes fort: „Mit euch, liebe kranke Brüder und Schwestern, teile ich in diesem Moment meines Lebens vieles: die Erfahrung der Krankheit, sich schwach zu fühlen, in vielen Dingen von anderen abhängig zu sein, Unterstützung zu benötigen.“ Das sei nicht immer leicht. Aber es sei eine Schule, in der man täglich lerne: „zu lieben und uns lieben zu lassen“.