
Tobias Wendl und Tobias Arlt
werden die deutsche Fahne bei der Schlussfeier der Olympischen
Winterspiele tragen. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bekannt. Die beiden „Tobis“ hatten im Rodel-Doppelsitzer mit der
Teamstaffel auf der Eisbahn von Cortina ihr siebtes Gold gewonnen und
damit Rodlerin Natalie Geisenberger als erfolgreichste deutsche
Olympiateilnehmerin abgelöst. Hinzu kam Bronze im Doppelsitzer. Die
Schlussfeier findet am Sonntagabend im
antiken Amphitheater von Verona statt.
Wendl, der auch als Fahnenträger
für die Eröffnungsfeier nominiert gewesen war, und Arlt sprachen von
einer „riesigen Ehre“ und erklärten ergriffen: „Es war ein Lebensziel
von uns, die deutsche Mannschaft als Fahnenträger
anführen zu dürfen. Dass wir das nun zum Abschluss unserer olympischen
Karrieren erfüllen können, ist mindestens so viel wert wie der
Olympiasieg hier.“
Was die Zwei geschafft hätten, bleibe
„für immer“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Wir freuen uns sehr,
dass wir mit den Tobis zwei wunderbare Fahnenträger
gefunden haben. Sie haben sich diese Auszeichnung absolut verdient. Wir
werden sie im Team D vermissen und hoffen, ihnen mit dem Erlebnis als Fahnenträger einen würdigen Abschied bereiten zu können.“
Olympia soll nicht das Karriereende sein
Wendl und Arlt kündigten bereits an, dass diese
Olympischen Spiele ihre letzten waren. Stattdessen plant das bayerische
Doppelsitzer-Duo ein Karriereende auf der noch im Wiederaufbau
befindlichen Bahn am Königssee. „Wir wollen da aufhören, wo wir das
Rodeln begonnen haben“, sagte Wendl. „Wir hoffen, dass die Bahn
möglichst schnell fertig wird.“ 2028 ist die Rodel-WM auf der Bahn am
Königssee geplant, der Wiederaufbau könnte sich aber laut Landratsamt
Berchtesgadener Land bis 2029 verzögern.
Vor vier Jahren in Peking hatte Bob-Anschieber
Thorsten Margis die deutsche Fahne bei der Schlussfeier ins
Olympiastadion getragen.
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