Olympische Winterspiele: Eiskunstlauf-Favorit Ilia Malinin erreicht nur Platz acht

Er wollte Gold, landete aber nur auf Platz acht: Der US-Eiskunstläufer Ilia Malinin hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand die Medaillenränge im Einzelwettbewerb der Männer überraschend deutlich verpasst. Gleich mehrmals landete der 21 Jahre alte Weltmeister während seiner Kür in der Milano Ice Skating Arena auf dem Boden. Gold holte dagegen der Vizeweltmeister aus Kasachstan, Michail Schaidorow, vor den Japanern Yuma Kagiyama (Silber) und Shun Sato (Bronze). 

Der auch wegen seiner riskanten Vierfachsprünge favorisierte Malinin war bei seiner Olympiapremiere als Führender in die Kür gegangen. In seinem Programm stand sogar der Vierfach-Axel, den Malinin als bislang einziger Eiskunstläufer in einem Wettkampf gestanden hatte. Diesen verpatzte er allerdings, es war der Anfang eines komplett missratenen Auftritts.

„Das habe ich nicht erwartet“, sagte Malinin nach dem Wettbewerb im US-Fernsehen. Er könne nicht verstehen, was gerade passiert sei. „Ich habe es versaut“, sei das Erste gewesen, was ihm nach seiner Kür durch den Kopf gegangen sei. „Vielleicht war ich zu selbstbewusst, dass alles gut laufen würde.“

Mit leeren Händen fährt Malinin aber nicht nach Hause: Im Teamwettbewerb hatte er zuvor zusammen mit der US-Mannschaft die Goldmedaille geholt.

Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) war bei den Männern nicht vertreten. Die Medaillenhoffnungen ruhen im Paarlauf auf den Vizeweltmeistern Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin aus Berlin.