DOSB-Chef verteidigt die Wahl von Leon Draisaitl zum Fahnenträger gegen Kritik
Schade, dass aus der Heimat kritische Töne kamen. Und das, obwohl der 30-Jährige bei einer Online-Abstimmung sowohl von den Fans als auch den Team-D-Mitgliedern die meisten Stimmen unter den nominierten Männern erhielt. Habe es ein verdienter Olympionike nicht mehr verdient als ein NHL-Profi, der zum ersten Mal bei Olympischen Spielen dabei ist, wurde gefragt. Für DOSB-Präsident Thomas Weikert stellt sich die Frage aber nicht. Er verteidigte die Wahl Draisaitls in Mailand: „Es ist eine Auszeichnung, wenn man lange dabei ist. Aber es ist auch eine Auszeichnung, wenn man in Amerika ein Superstar ist.“
Probleme, die Katharina Schmid nicht hat. „Ich freue mich mega mega, dass ich für Deutschland die Fahne tragen darf. Das ist eine Wahnsinnsehre“, sagte die Skispringerin nach ihrer Wahl. Allerdings wird sie Schwarz-Rot-Gold nicht in Mailand tragen, sondern während der Zeremonie an den Skisprungschanzen in Predazzo respektive Pardatsch – eine von gleich vier parallel laufenden Eröffnungszeremonien. Es sind halt die Spiele der weiten Wege. Der Ort im Val die Fiemme ist rund 300 Kilometer von Mailand entfernt.
