Olympische Winterspiele 2026 in Mailand: Eröffnungsspiel in Olympia-Eishalle wegen Loch im Eis unterbrochen

Rund einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand hat die Haupthalle Santa Giulia für die Eishockey-Turniere wieder für Probleme gesorgt. Während der Eröffnung der Halle durch ein italienisches Pokalspiel tat sich am Freitagabend ein Loch im Eis auf. Die Partie musste anschließend für rund fünf Minuten unterbrochen werden, ehe der Schaden behoben werden konnte. Sie war Teil eines dreitägigen Events, bei dem die Olympia-Organisatoren die Abläufe im neuen Stadion testen wollen. 

Die Arena bietet 15.300 Fans Platz, derzeit sind aber erst 4.000 zugelassen, weil noch immer Bauarbeiten stattfinden. Die Fertigstellung der Halle hatte sich immer wieder verzögert. Auf den Tribünen sind Arbeiter im Einsatz, Kabel liegen auf dem Boden, Gerüstrohre sind sichtbar. Auch die Umkleideräume sind noch nicht fertiggestellt. 

Laut Pierre Ducrey, Sportdirektor beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC), wird die Arena aber bis zum Start der Wettbewerbe im Februar fertiggestellt. Die Organisatoren teilten auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit, die Halle sei baulich fertiggestellt, es stünde nur noch „der letzte Schliff“ an.

Eismaße in Mailand weichen von Standards ab

An den Winterspielen werden erstmals seit 2014 wieder die Spieler der US-amerikanischen Eishockeyliga NHL teilnehmen. Zuletzt hatte es Aufregung gegeben, nachdem bekannt wurde, dass die Eisfläche mit 60 mal 26 Metern kleiner ausfällt, als zwischen der NHL, der Internationalen Eishockey-Föderation und dem Internationalen Olympischen Komitee festgelegt worden war. Der stellvertretende NHL-Commissioner Bill Daly hatte anschließend gedroht, dass die Sportler nicht spielen werden, sollte das Eis unsicher sein.

Don Moffatt von der Colorado Avalanche, der in Mailand mitverantwortlich für das Eis ist, sagte allerdings, er sei mit der Spielfläche zufrieden, solche Anlaufschwierigkeiten könnten vorkommen.

Die Olympischen Winterspiele dauern vom 6. bis zum 22. Februar. Mailand hatte sich bei der Entscheidung um den Austragungsort gegen Stockholm durchgesetzt, was auch an dem Rückhalt in der Bevölkerung liegen dürfte: In Italien hatten sich in einer Befragung damals 83 Prozent für eine Kandidatur Mailands ausgesprochen. Für eine Bewerbung Stockholms hatten hingegen nur 55 Prozent der befragten Schwedinnen und Schweden ihre Unterstützung bekundet.