Olympische Winterspiele 2026: Deutschlands Rodelteam gewinnt Gold im Staffelwettbewerb

Das deutsche Rennrodelteam hat seinen Erfolgslauf bei Olympia fortgesetzt: Im Staffelwettbewerb holte die deutsche Mannschaft Gold im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo. Silber ging an Österreich, Bronze an Italien. Die Einsitzer-Olympiasieger Max Langenhan und
Julia Taubitz rasten gemeinsam mit den Doppelsitzern Tobias Wendl und
Tobias Arlt sowie Dajana Eitberger und Magdalena Matschina zum Sieg.

In einem packenden Rennen setzten sich die
deutschen Rodler gegen Österreich (+0,542 Sekunden) und Italien
(+0,849) durch und unterstrichen ihre Ausnahmestellung als
Medaillenlieferant für das Team Deutschland. Seit der Einführung der
Staffel-Disziplin 2014 stand immer Deutschland ganz oben auf dem
Olympia-Podest. Für das deutsche Rodelteam war es zum
Abschluss der Wettkämpfe in Norditalien insgesamt das dritte Gold und die fünfte
Medaille. 

Dajana Eitberger und Magdalena Matschina bei der Zieleinfahrt © Carmen Mandato/​Getty Images

Mit ihrer insgesamt siebten Goldmedaille
stiegen Wendl und Arlt zu Deutschlands erfolgreichsten
Winterolympioniken auf. Das bayerische Duo hatte am Mittwoch schon im Doppelsitzer Bronze gewonnen. „Unser letzter Olympialauf war noch mal richtig schön. Wir genießen jetzt den Moment. Das ist der krönende Abschluss“, sagte Arlt nach seinem wohl letzten Olympia-Rennen. Rodel-Cheftrainer Patric Leitner kündigte im ZDF an: „Die Mannschaft wird heute das deutsche Haus zerlegen.“ DOSB-Präsident Thomas Weikert schwärmte von einer „Lebensleistung“. „Die gesamte Mannschaft verneigt sich vor euch“,
sagte Weikert über die „beiden Tobis“.

Ukrainische Rodler senden Zeichen an das IOC

Julia Taubitz und Max Langenhan feierten durch den Teamerfolg ihr
zweites Gold nach ihren Einzelsiegen. Dajana Eitberger, die am Vortag
mit Debütantin Magdalena Matschina Silber bei der Olympia-Premiere im Frauen-Doppel holte, freute sich über ihr erstes Gold.

Stunden nach den aufwühlenden Ereignissen um
den disqualifizierten ukrainischen Skeletonsportler Wladyslaw
Heraskewytsch
spielte die Sportpolitik noch immer eine Rolle im Cortina
Sliding Centre. Heraskewytschs Landsleute knieten vor ihrer Staffel
nieder und reckten ihre Helme in den Himmel
, eine Geste der Solidarität
und ein Zeichen an das IOC.