Olympische Winterspiele 2026: Deutsche Wintersportler wollen unter die Top Drei im Medaillenspiegel

Bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina gehen 85 Athletinnen und 103 Athleten aus Deutschland an den Start. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erwartet bei den Winterspielen mindestens den dritten Platz im Medaillenspiegel. Vor allem im Eiskanal erhoffen sich die Deutschen viele Medaillen.

Zweier- und Viererbob Herren:

Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina könnten die erfolgreichsten Winterspiele der deutschen Bobfahrer werden. Bei den Männern könnte der komplette Medaillensatz mit Gold, Silber und Bronze an Deutschland gehen. Die Bobpiloten Francesco Friedrich, Johannes Lochner und Adam Ammour zeigten in dieser Saison kaum Schwächen und dominieren den Gesamtweltcup.

Mono- und Zweierbob der Frauen:

Bei den Bobfahrerinnen sieht die deutsche Dominanz im Eiskanal ähnlich wie bei den Männern aus. Die Olympiasiegerin Laura Nolte gilt als Topfavoritin auf den Olympiasieg im Mono – und Zweierbob. Kim Kalicki und Lisa Buckwitz haben in beiden Disziplinen ebenfalls gute Chancen auf Medaillen.

Rodeln:

Im Rodeln ist der 36-jährige Felix Loch pünktlich zu seinen fünften
Winterspielen wieder in Form. Auch Max Langenhan könnte um den Sieg mitfahren. Bei den Frauen gelten Julia Taubitz
und Merle Fräbel als Mitfavoritinnen.

Außerdem rechnen bei den Rodlern und Rodlerinnen sowohl die Doppelsitzer der Männer als auch die Doppelsitzer der Frauen mit einer Medaille. Tobias Wendl und Tobias Arlt sind schon seit Jahren in der Weltspitze und dazu mehrfache Weltmeister und Olympiasieger. Bei den Frauen werden Dajana Eitberger und Magdalena Matschina die größten Medaillenchancen eingeräumt.

Skeleton:

Im Skeleton dürfen sich
Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer berechtigte Hoffnungen auf eine Einzelmedaille bei den Olympischen Winterspielen machen. Beim Skeleton Mixed Team ist Deutschland ebenfalls unter den Favoriten.

Langlauf:

Im Langlauf ist das deutsche Team in der Frauenstaffel und im Teamsprint der Frauen Mitfavorit auf eine Medaille. Beim letzten Teamsprint vor den Olympischen Spielen im schweizerischen Goms holten Laura Gimmler und Coletta Rydzek den ersten Platz. Bereits vor vier Jahren in Peking hatten Victoria Carl und Katharina Hennig Dotzler sensationell Gold in diesem Wettbewerb geholt. 

Ebenso kann sich Katharina Henning Dotzler Hoffnungen auf eine Einzelmedaille auf den längeren Distanzen machen: Die 29-Jährige hat sich nach gesundheitlichen Problemen mit einem starken fünften Platz in Goms zurückgemeldet.

Biathlon:

Bei den Biathleten will Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß unbedingt eine Einzelmedaille gewinnen – zumal sie nach Olympia ihre Karriere beenden will. Auch die Staffeln der Männer und Frauen haben Hoffnung auf eine Medaille. Im Weltcup konnte das deutsche Team bislang jedoch noch nicht überzeugen. Philipp Horn und Philipp Nawrath sorgten bislang für die einzigen deutschen Podiumsplatzierungen in Einzelrennen. Dazu kommen drei dritte Plätze der Staffeln.

Nordische Kombination:

Zu den klarsten Medaillenanwärtern im deutschen Team zählen derzeit die Kombinierer um Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek und Julian Schmid. Neben dem Einzelwettbewerb soll auch im Teamwettbewerb eine Goldmedaille herausspringen.

Skispringen:

Die besten deutschen Skispringer in diesem WinterFelix Hoffmann und Philipp Raimund, haben nach ihrem starken Saisonauftakt etwas an Boden eingebüßt und liegen momentan ein gutes Stück hinter der Weltspitze. Ihre größten Chancen dürften daher im Teamspringen sowie im Mixed-Wettbewerb liegen.

Bei den Frauen zählen Katharina Schmid und Selina Freitag zu den vielversprechenden Kandidatinnen für Silber oder Bronze auf der Normal- und Großschanze.

Ski Alpin:

In den alpinen Skiwettkämpfen ruhen die deutschen Medaillenhoffnungen hauptsächlich auf einer 21-Jährigen. Denn Emma Aicher werden sowohl in der Abfahrt, im Super-G als auch im Slalom gute Chancen auf eine Medaille eingeräumt. Die Allrounderin fuhr zuletzt beim Weltcup in Spindlermühle auf Rang drei im Slalom. Davor gewann sie unter anderem die Abfahrt in St. Moritz.

In der Abfahrt in Cortina d’Ampezzo könnte auch Kira Weidle-Winkelmann um einen Platz auf dem Podium fahren. In den vergangenen Wochen zeigte sie eine deutlich verbesserte Form. Mitte Januar wurde sie Zweite in der Abfahrt in Tarvisio. Im Slalom rechnet sich Lena Dürr Chancen auf eine Medaille aus – zuletzt machten ihre Ergebnisse allerdings wenig Hoffnung.

Bei den Männern ist Linus Straßer die größte Medaillenhoffnung. Der 33-Jährige feierte bei der Olympia-Generalprobe in Kitzbühel mit seinem dritten Platz im Slalom die Rückkehr in die Weltspitze.

Snowboard:

Die Bronzemedaillengewinnerin im Snowboard-Parallel-Riesenslalom von 2018, Ramona Hofmeister, ist in die Weltspitze zurückgekehrt. Nach der Sprunggelenkverletzung, die sie sich im September im Training zugezogen hatte, nährt die 29‑Jährige nun wieder die Hoffnungen auf olympisches Edelmetall. Seit ihrem Comeback Anfang Januar feierte Hofmeister im Parallel-Riesenslalom bereits zwei Siege.

Eiskunstlauf:

Nach einer EM-Goldmedaille, einer EM-Silbermedaille sowie einem zweiten Platz bei der WM wollen Minerva Hase und Nikita Volodin nun eine olympische Medaille holen. Das deutsche Eiskunstlaufpaar hat es innerhalb von drei Jahren an die Weltspitze geschafft. Zu ihren größten Konkurrenten in Mailand und Cortina zählen neben den Georgiern Anastasia Metelkina und Luka Berulawa auch die Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan.

Eishockey:

Die deutschen Eishockeyspieler werden mit sechs Profis aus der nordamerikanischen Liga NHL nach Mailand reisen. Sie zählen neben den Top-Eishockeynationen USA, Kanada, Finnland, Schweden und Tschechien zum erweiterten Favoritenkreis um eine olympische Medaille. Bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang holte das deutsche Team die Silbermedaille.