Öl-Exporte: Venezuelas Ölexporte sinken um mehr als fünf Prozent

Venezuelas Ölexporte sind im Februar um 6,5 Prozent gesunken. Die gestiegenen Lieferungen in die USA konnten den Verlust nicht ausgleichen.


Öl-Exporte: Die Raffinerie Punta Cardon in Venezuela: Die Ölexporte des Landes sind im vergangenen Monats um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.
Die Raffinerie Punta Cardon in Venezuela: Die Ölexporte des Landes sind im vergangenen Monats um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.
© Jesus Vargas/​dpa

Die Ölexporte von Venezuela sind im Februar um 6,5 Prozent im Vergleich zum Januar gesunken. Hauptgrund ist, dass weniger Öl nach China geliefert wurde, das bisher der wichtigste Abnehmer war. Verglichen mit dem Vorjahresmonat sanken die Ölexporte sogar um 19 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Lieferungen in die Vereinigten Staaten deutlich an: Sie lagen 32 Prozent höher als im Vormonat.

Der staatliche Ölkonzern PDVSA verkündete außerdem neue Öl-Lieferverträge mit den USA. Diese sollen helfen, den globalen Markt zu stabilisieren.

Nach dem Angriff der USA auf Venezuela und der Verschleppung des Präsidenten Nicolás Maduro, sicherte die Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez den USA umgehend Zugang zum venezolanischen Erdöl zu. Venezuela besitzt die weltweit größten Ölreserven.

Aufhebung der Sanktionen notwendig für „Schritt nach vorne“

Übergangspräsidentin Rodríguez forderte, ähnlich wie der staatliche Ölkonzern, wiederholt die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen. Der staatlichen Nachrichtenagentur AVN sagte sie, dass diese notwendig seien, damit das Land einen „Schritt nach vorne“ machen kann. Venezuela müsse sich auf Begegnung und Demokratie konzentrieren und Hass und Intoleranz zurücklassen, sagte Rodríguez. Das ginge nicht ohne die Aufhebung der Sanktionen.