Der zweimalige deutsche Olympiasieger Johannes Rydzek beendet seine Karriere. Vor dem Weltcupfinale in Oslo sagte der Nordische Kombinierer: „Es ist Zeit, Lebewohl zu sagen! Es fühlt sich der Moment richtig an, ich bin voll mit mir im Reinen.“ Der Saisonabschluss am Holmenkollen in Norwegen wird für ihn sein letzter Einzelstart im Weltcup sein.
„Im Gepäck nach Norwegen sind ganz viele Emotionen, auch Wehmut ist mit dabei“, sagte Rydzek. Fünfmal nahm der Oberstdorfer in seiner Karriere an Olympischen Winterspielen teil und holte dabei vier Medaillen. 2010 gewann er Bronze im Team. Vier Jahre später gab es Silber mit der Mannschaft. 2018 holte sich Rydzek im Einzel von der Großschanze die Goldmedaille und gewann auch mit dem Team. Außerdem wurde Rydzek siebenmal Weltmeister.
„Ich war mehr als die Hälfte meines Lebens im Weltcup unterwegs. Diesen Weg, mit diesen Momenten und den Menschen, die ich kennenlernen und erleben durfte, werde ich auch vermissen“, sagte der 34-Jährige. Er kündigte an: „Ich möchte der Kombination in irgendeiner Form erhalten bleiben.“ Der Auftritt in Norwegen wird der 301. Start für Rydzek sein. Den Rekord hält jedoch der Japaner Akito
Watabe mit 302 Starts.
Bundestrainer Eric Frenzel sprach von einem „Wermutstropfen, dass Johannes seine Karriere jetzt beendet.“ Frenzel, der als Sportler auch gemeinsam mit Rydzek um Medaillen kämpfte, sagte: „Über so viele Jahre auf einem so hohen Leistungsniveau performen zu können, immer wieder parat zu sein bei Großereignissen – das ist nicht einfach, das war großartig.“
