Nordirland: Prächtige Gärten und Parkanlagen

Zügig durchmisst Conolly McCausland den Park von Dre­nagh. „Ich konnte einfach nicht aufhören, Rasen zu mähen“, erklärt er seine Verspätung. Mit Grasflecken auf der Jeans, achtlos übergeworfener Jacke und schalkhaftem Lächeln entspricht der 60-Jährige nur bedingt dem Bild eines Herrn über ein Schloss mit 100 Zimmern und 400 Hektar Land, darunter ein zwölf Hektar großer Park, der ihm viele meditative Stunden auf dem Rasentraktor beschert. Vor drei Jahren begann er mit der Restaurierung der Gärten, die ihn vermutlich den Rest seines Lebens beschäftigen wird. Der ummauerte Garten, in dem einst Obst und Gemüse für die Küche sowie Blumen für die Tafel gediehen, war seit dem Zweiten Weltkrieg langsam verfallen. Heute besitzt er akkurate Grünflächen und einen Pavillon für Hochzeitsfeiern. Der italienische und der englische Garten, der Sumpfgarten, das Koniferen-Arboretum, ein Wald und das Flusstal benötigen ständige Aufmerksamkeit.