Noch vor formeller Zustimmung: Bericht: Trump-Vertraute sichern sich Zugriff auf größtes Lithiumfeld der Ukraine

Noch vor formeller ZustimmungBericht: Trump-Vertraute sichern sich Zugriff auf größtes Lithiumfeld der Ukraine

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Das siegreiche Konsortium um den Kosmetikerben Ronald S. Lauder steht in enger Verbindung zur Trump-Regierung. (Foto: via REUTERS)

US-Präsident Trump ist scharf auf die Bodenschätze in der Ukraine. Im Mai wurde dazu ein Abkommen zwischen Washington und Kiew unterzeichnet. Laut einem Bericht steht nun fest, wer den Zuschlag für den Abbau von Lithiumvorkommen erhält.

Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge den Zuschlag für die Ausbeutung einer großen staatseigenen Lithiumlagerstätte an Investoren vergeben, die US-Präsident Donald Trump nahestehen. Das schreibt die „New York Times“ unter Berufung auf zwei Kommissionsmitglieder, die jedoch anonym bleiben wollen. Die Entscheidung wurde demnach von einer Kommission der ukrainischen Regierung getroffen. Obwohl die formelle Zustimmung des ukrainischen Kabinetts noch aussteht, sei das Abkommen im Grunde bereits beschlossene Sache, so die Beamten.

Zu den siegreichen Bietern gehört laut der Zeitung der Kosmetikerbe Ronald S. Lauder, der Trump seit Studienzeiten kennt. Lauder soll Trump einem weiteren Bericht zufolge auch vom Kauf Grönlands durch die USA überzeugt haben. Der andere Investor sei TechMet, ein Energieunternehmen, das sich teilweise im Besitz einer US-amerikanischen Investitionsagentur befindet, die während Trumps erster Amtszeit gegründet wurde.

Die beiden Insider sagten, das Siegerkonsortium habe die Konkurrenz durch die Erfüllung der meisten Ausschreibungskriterien übertroffen. Jeglichen Verdacht auf Bevorzugung wiesen sie zurück. Dennoch kann sich Kiew durch die Pflege von Beziehungen zu Investoren mit Verbindungen zu Trump und seiner Regierung günstig beim amerikanischen Präsidenten positionieren. Zumal dies in einer Zeit geschieht, in der die Ukraine die Unterstützung Trumps bei den Friedensgesprächen mit Russland sucht.

Seit Trumps Rückkehr an die Macht hat das US-ukrainische Bündnis einen wirtschaftlichen Charakter angenommen. Washington hat die Militärhilfe für Kiew weitgehend eingestellt und konzentriert sich stattdessen auf Investitions- und Waffengeschäfte, um Profite zu erzielen. Ukrainische Beamte haben sich dem neuen Kurs angepasst und bieten potenziell lukrative Verträge im Bereich Rohstoffgewinnung und Waffenproduktion an.

Deutlich wird der transaktionsorientierte Charakter der neuen Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine auch in einem zwischen Kiew und Washington verhandelten Friedensplanentwurf. Dieser enthält Bestimmungen zu einem Wiederaufbauprogramm nach dem Krieg. Den Wert hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf 800 Milliarden US-Dollar beziffert. Nach seinen Angaben soll dies Chancen für amerikanische Unternehmen schaffen.

„Es gibt viel Reichtum zu verdienen“, sagte Trump vergangenen Monat, als er Selenskyj in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida zu einer weiteren Verhandlungsrunde empfing. Zuvor hatten Washington und Kiew im Mai nach wochenlangen Verhandlungen ein Abkommen über den Abbau ukrainischer Rohstoffe und den Wiederaufbau des von Russland angegriffenen Landes unterzeichnet.

Quelle: ntv.de, gut