NBA: Auf dem Sprung nach Europa

Die US-amerikanische Basketballliga NBA verdient mit dem Verkauf von Fernsehrechten Milliarden. Nun will sie auch jenseits des Atlantiks einen eigenen Wettbewerb aufbauen. Doch nicht alle Profiklubs sind begeistert. 




1 Kommentare

NBA: Der 24-jährige Franz Wagner aus Prenzlauer Berg, der als Siebenjähriger bei Alba Berlin anfing, ist der bestbezahlte Athlet der deutschen Sportgeschichte.
Der 24-jährige Franz Wagner aus Prenzlauer Berg, der als Siebenjähriger bei Alba Berlin anfing, ist der bestbezahlte Athlet der deutschen Sportgeschichte.
© Fernando Medina/​NBA/​Getty Images

Amerikanische Basketballprofis sind Vielflieger, auch wenn sie extra Beinfreiheit benötigen. In den Privatjets ihrer Teams reisen die Spieler der National Basketball Association (NBA) fast täglich von Spiel zu Spiel, normalerweise pendeln sie zwischen Ost- und Westküste der USA. Am Montag allerdings landete das Team der Orlando Magic in Berlin. Und schwenkte nach der Ankunft sogar schwarz-rot-goldene Fähnchen.

Zum Sightseeing sind die Basketballer nicht in der Stadt, ihr Besuch ist eine Dienstreise im Auftrag ihres Arbeitgebers. Am Donnerstag tritt die Mannschaft aus Orlando im ersten offiziellen Punktspiel der NBA auf deutschem Boden gegen die Memphis Grizzlies an. Die Partie ist ein Testlauf für ein viel größeres Vorhaben: Die NBA will expandieren und eine europäische Liga nach amerikanischem Vorbild aufbauen, dafür sucht sie auf beiden Seiten des Atlantiks nach Partnern und Geldgebern. Die bisher vorsichtigen Sondierungen werden rund um das Spiel konkreter, selbst die Verantwortlichen aus der NBA-Zentrale in New York sind zu Verhandlungen angereist. Es geht um Milliarden.