Nach Olympia-Aufholjagd: Wendl/Arlt holen noch Bronze

Tobias Wendl und Tobias Arlt jubeln.

Stand: 11.02.2026 20:38 Uhr

Die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt gewinnen ihre siebte olympische Medaille. Im Eiskanal von Cortina verpasst das Duo das angestrebte Olympiagold, darf sich nach einer Aufholjagd aber über Bronze freuen.

Die Freude über Bronze war groß bei Tobias Wendl und Tobias Arlt. Schließlich hatten beide nach einem eher missglückten ersten Durchgang nicht mehr mit einer Medaille rechnen können. Dank einer beherzten Fahrt im zweiten Lauf schoben sich die 38-Jährigen noch von dem fünften auf den dritten Rang. Der Sieg ging an die Lokalmatadoren Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner vor den Österreicherin Thomas Steu und Wolfgang Kindl.

Verrückter erster Lauf und enge Abstände

In einem engen ersten Lauf waren die Amerikaner Marcus Müller und Ansel Haugsjaa überraschend am schnellsten. Mit einer Zeit von 52,482 Sekunden verbesserten sie den von den Österreichern Thomas Steu und Wolfgang Kindl mit Startnummer eins gesetzten Bahnrekord um drei Tausendstelsekunden. Der hatte zuvor neun Duos lang gehalten.

Keine deutsche Medaille zur Halbzeit – Eggert/Müller überraschen

Die beiden deutschen Teams waren zur Halbzeit ohne Medaille. Die Gesamtweltcupführenden Tobias Wendl und Tobias Arlt (52,583 Sekunden) zeigten eine engagierte Fahrt, die zunächst auf Rang zwei führte. Damit bestätigten sie zumindest teilweise ihren Bundestrainer Patric Leitner, der vor dem Rennen versprochen hatte: „Die Tobis werden performen. Das sind Wettkampftypen.“

Vor dem Finale hatten die beiden Bayern 0,101 Sekunden Rückstand auf die US-Amerikaner, die Gold-Hoffnungen waren da schon fast ausgeträumt. 0,84 Sekunden fehlten auf Rang drei, den Italien mit Emanuel Rieder und Simon Kranzwaldner belegte. An Wendl/Arlt zogen auch noch ihre Teamkollegen Toni Eggert und Florian Müller um vier Tausendstelsekunden vorbei. Es bahnte sich in vielerlei Hinsicht eine dicke Überraschung im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo an.

Rodel-Tobis Wendl/Arlt schlagen zurück

Im zweiten Durchgang legten Wendl-Arlt einen Lauf vor, der schließlich zum Bronzelauf wurde. In 52,593 bezwangen sie die Bahn und verdrängten damit nicht nur ihre Teamkollegen Eggert/Müller, die im zweiten Lauf nicht an ihre Zeit aus dem ersten herankamen. Den schnellsten Lauf setzten mit 52,587 Sekunden die Italiener, die zunächst die bayerischen Rodler verdrängten und deren Marke kein Team mehr unterbieten sollte.

Als Letztes stand nur noch Team USA oben. Die Zauberfahrt aus dem ersten Lauf konnte das Duo Müller/Haugsjaa aber nicht mehr wiederholen und fiel zurück. Anschließend durften Tobias Wendl und Tobias Arlt ihre siebte olympische Medaille bejubeln. Die Chance auf ihr siebtes Gold gibt es morgen im Teamwettbewerb.