Ein wenig hätte man es ahnen können, als man das versteinerte Gesicht des Real-Madrid-Präsidenten Florentino Pérez sah, der am Sonntagabend das König-Abdullah-Stadion in Dschidda verließ. Doch als Real Madrid keine 24 Stunden später eine Mitteilung verschickte, die besagte, dass Xabi Alonso, 44, „in beiderseitigem Einvernehmen“ und per sofort die längste Zeit Trainer von Real Madrid gewesen war, herrschte in der spanischen Hauptstadt ein Gefühl der Überraschung vor. Klar, er hatte das Supercup-Finale in Saudi-Arabien 2:3 verloren, gegen den FC Barcelona, einen Verein, gegen den Vereinsboss Pérez besonders ungern verliert. Doch dass Alonso nach 34 Spielen und nur sechs Monaten gehen muss, damit war am Montag nicht zu rechnen gewesen.
