Nach Kehl-Aus: Schlotterbeck dementiert Eingung mit BVB

Dortmunds Nico Schlotterbeck

Stand: 31.03.2026 • 13:52 Uhr

Überraschung nach dem Länderspiel: Nico Schlotterbeck hat Medienberichte über eine Einigung im Vertragspoker mit Borussia Dortmund vehement zurückgewiesen.

„Ich sage ganz ehrlich, dass ich das klar dementieren muss. So weit sind wir leider nicht. Ich habe lange mit Sebastian (Kehl, d.Red.) verhandelt, der ist jetzt nicht mehr da“, erklärte der Innenverteidiger nach dem 2:1 (1:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ghana in Stuttgart. Er sei entsprechend „sehr verwundert über die Berichterstattung“.

Sky hatte am Montag (30.03.2026) von einer Einigung über eine vorzeitige Verlängerung des bis 2027 laufenden Vertrags berichtet, die Unterschrift sei unmittelbar nach der Länderspielpause geplant. Doch diese Informationen würden „nicht stimmen“, betonte Schlotterbeck in aller Deutlichkeit: „Dass die Unterschrift kurz bevorsteht, so weit sind wir leider noch nicht. Deshalb muss ich das auch mal ansprechen.“ Er sei vom kurzfristigen Abgang von Sportdirektor Kehl überrascht worden.

„Ich muss jetzt schauen“

„Ich habe lange mit Sebastian verhandelt“, erklärte der 26-Jährige: „Ich hätte wahrscheinlich in den nächsten Wochen eine Entscheidung getroffen. Jetzt hat sich die Situation schon ein bisschen verändert, das muss ich einfach schauen.“ Der neue Sportdirektor Ole Book habe ihn bereits angerufen, es werde mit ihm sicher bald Gespräche geben. „Das ist jetzt blöd für alle BVB-Fans, aber es ist keine einfache Situation für mich, weil Sebastian im letzten Moment gegangen ist“, meinte Schlotterbeck.

Borussia Dortmunds Sportgeschäftsführer Lars Ricken hat derweil verständnisvoll auf die Aussage Schlotterbecks reagiert. Ricken sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Nicos Aussagen sind nachvollziehbar. Wir haben weder einen Durchbruch noch eine Einigung bestätigt, daher hat uns eher die jüngste Berichterstattung überrascht.“ Man sei mit dem Innenverteidiger und dessen Management nach wie vor in vertrauensvollem Austausch. „An unserer Grundhaltung, ihn langfristig an den BVB zu binden, hat sich nichts geändert. Daran arbeiten wir weiter.“

Verlängerung wieder offen

Auf die Frage, ob nun die Gefahr bestehe, dass er nicht in Dortmund bleibe, antwortete Schlotterbeck: „Was heißt die Gefahr? Wie gesagt, Sebastian ist gar nicht mehr da. Ich habe lange mit Sebastian verhandelt. Ich hätte jetzt auch wahrscheinlich eine Entscheidung in den nächsten Wochen getroffen. Jetzt hat sich die Situation schon ein bisschen verändert.“

Der Dortmunder Leistungsträger wurde zuletzt auch mit vielen europäischen Topclubs wie Real Madrid und auch dem FC Bayern München in Verbindung gebracht.

Unsere Quellen:

  • sportinformationsdienst
  • Länderspiel Deutschland gegen Ghana am 30.03.2026

Sendung: WDR.de, „Schlotterbeck mit dem BVB noch nicht einig“, 31.03.2026, 09.45 Uhr