Als erstes Team im Jahr 2026 hat der MSV Duisburg dem Spitzenreiter VfL Osnabrück eine Liga-Niederlage zugefügt und sich im Aufstiegsrennen zurückgemeldet.
Gegen das auswärtsstärkste Team der 3. Liga setzten sich die im eigenen Stadion weiter ungeschlagenen „Zebras“ am Dienstagabend mit 1:0 (1:0) durch. Osnabrück hatte zuvor sieben Siege in Serie gefeiert.
Aufsteiger Duisburg rückt auf Platz vier vor und hat drei Punkte Rückstand auf den Dritten Cottbus sowie vier auf den Zweiten Essen. Drei Zähler vor RWE thront Osnabrück weiter an der Spitze. Das einzige Tor des Abends erzielte Florian Krüger (30.).
„Wir hatten uns viel vorgenommen, dass wir das Stadion früh anzünden wollten. Das hat in der ersten Halbzeit richtig gut geklappt“, sagte Matchwinner Krüger bei „MagentaSport“. „Wenn man gesehen hat, wie gut wir Fußball gespielt haben, wir wir Druck gemacht haben – daran müssen wir nun anknüpfen.“
Viel personelle Rotation in der MSV-Startelf
Nach der Derby-Niederlage am Samstag bei Rot-Weiss Essen (0:1) nahm MSV-Trainer Dietmar Hirsch gleich sechs Änderungen an der Startelf vor: Anstelle von Can Coskun, Patrick Sussek, Steffen Meuer, Conor Noß, Lex-Tyger Lobinger (alle Bank) und dem rot-gesperrten Aljaz Casar liefen Niklas Jessen, Dominik Kother, Florian Krüger, Christian Viet, Mert Göckan und Thilo Töpken von Beginn an auf.
Gäste-Coach Timo Schulz tauschte drei Mal: Für Kevin Wiethaup, Frederik Christensen und David Kopacz starteten Tony Lesueur, Fridolin Wagner und Ismail Badjie.
Lange keine Torchancen – bis Krüger trifft
In einer ausgeglichenen Anfangsphase stieß der MSV erstmals durch Tobias Fleckstein (9.) in den VfL-Strafraum vor, doch Osnabrücks Kapitän Jannik Müller konnte vor einem Abschluss noch seinen Körper dazwischen stellen. Duisburg suchte den kontrollierten Weg nach vorne, fand in der besten Defensive der Liga aber keine Lücken. Osnabrück konzentrierte sich auf das Verteidigen, in der Offensive blieb der Tabellenführer ebenfalls blass.
Erst in der 27. Minute gab es in der Partie den ersten nennenswerten Torschuss, der Versuch von Göckan aus der Distanz landete in den Armen von VfL-Keeper Lukas Jonsson. Während aus dem Spiel heraus bei beiden Teams wenig zusammenlief, nutzten die Zebras ihre erste Standardsituation zur Führung. Einen Freistoß aus dem linken Halbfeld klärte Osnabrücks Bjarke Jacobsen im Strafraum unzureichend vor die Füße von Krüger (30.), der den Ball volley nahm und aus wenigen Metern ins Tor beförderte.
Duisburg weiter am Drücker, VfL enttäuscht
Anschließend fand die Partie vor allem wieder zwischen den Strafräumen statt. Der MSV kontrollierte das Spiel und erstickte Osnabrücks Angriffsbemühungen im Ansatz. Kurz vor der Halbzeitpause gab es für die Gastgeber erneut einen Freistoß, den Joshua Bitter mit dem Kopf auf den zweiten Pfosten verlängerte, wo Ben Schlicke (44.) knapp verpasste.
In der Nachspielzeit hatte Duisburg noch zwei gute Chancen: Zunächst schoss sich Viet (45.+1) den Ball nach einer scharfen Kother-Hereingabe mit der Hacke ans eigene Standbein, dann scheiterte Töpken (45.+3) freistehend aus acht Metern am glänzend parierenden Jonsson.
Osnabrück nach der Pause verbessert
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Osnabrück seine erste zwingende Möglichkeit im Spiel. Nach einer Flanke von Patrick Kammerbauer schloss Wagner (50.) aus der Drehung ab und schoss aus acht Metern knapp über das Tor. Die Gäste investierten nun deutlich mehr in die Offensive, ein Versuch von Niklas Wiemann (55.) aus spitzem Winkel zischte über die Querlatte.
Doch Duisburg hielt gut dagegen und verteidigte leidenschaftlich seine Führung. Als Osnabrücks Lesueur (59.) mit hohem Tempo auf den MSV-Strafraum zudribbelte, klärte Bitter mit einer kompromisslosen Grätsche in höchster Not. Danach endete die Drangphase der Gäste: Duisburg überließ dem VfL zunehmend den Ball, lauerte auf Konter und konnte die oft ideenlosen Osnabrücker weitgehend vom eigenen Tor fernhalten. In der knapp neunminütigen Nachspielzeit rannten die Gäste noch einmal an, aber Duisburg ließ nichts mehr zu.
Duisburg nun in Mannheim
Weiter geht es für den MSV am Samstag (14 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim. Osnabrück empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) Energie Cottbus zum nächsten Topspiel.
Unsere Quellen:
- Spiel zwischen Duisburg und Osnabrück am 07.04.2026 beim Streamingdienst „MagentaSport“
