Motorsport: Ehemaliger Rennfahrer Hans Herrmann ist tot

Der frühere deutsche Rennfahrer Hans Herrmann ist tot. Wie der Automobilhersteller Porsche unter Berufung auf Herrmanns Familie mitteilte, starb er am Freitag im Alter von 97 Jahren. 

Herrmann war einer der erfolgreichsten
deutschen Motorsportler der Nachkriegszeit. Er war von 1952 an viele Jahre bei verschiedensten Rennarten im internationalen
Motorsport aktiv und fuhr unter anderem für Porsche, Mercedes und BMW. Sein größter Erfolg war der Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1970. 

Danach beendete Herrmann
seine Karriere. „Ich wollte das Schicksal nicht noch länger
strapazieren“, sagte der Rennfahrer einmal. „Mir war bewusst, wie viel
Glück ich gehabt hatte bei so vielen Freunden, die man über die Jahre
verloren hat.“ Weil er trotz mehrerer schwerer Unglücke meist mit dem
Schrecken davonkam, trug er auch den Spitznamen „Hans im Glück“. Beim Großen Preis von Monaco 1955 etwa verunglückte er schwer.

Porsche und Mercedes würdigen Herrmann

Thomas Laudenbach, der Leiter von Porsche Motorsport, sagte: „Die Nachricht über den Tod von Hans Herrmann hat uns alle sehr getroffen. (…) Er war einer der erfolgreichsten Werksrennfahrer der Porsche AG.“ Mit dem Sieg in Le Mans habe er Geschichte geschrieben.

Auch der Geschäftsführer der Mercedes-Benz Heritage, Marcus Breitschwerdt, erinnerte an einen „herausragenden Rennfahrer, der die Geschichte von Mercedes-Benz maßgeblich geprägt hat“. Als Teil der legendären Silberpfeil-Rennfahrer habe er Mitte der 1950er-Jahre beeindruckt. „Seine sympathische Ausstrahlung und seine Leidenschaft für den Motorsport machten ihn bei Fans und Mitmenschen sehr beliebt“, sagte Breitschwerdt.