In der Buchhandlung Morioka in Tokio gibt es nur ein Buch.
© David Mareuil/Imago
Vielleicht muss man zunächst kurz erwähnen, was für ein geheimnisvolles Wort das Wort „Ginza“ ist. Es könnte eine scheue Heilpflanze sein. Oder es klingt wie der Name einer vornehmen Dame aus früheren Zeiten, die zusammen mit melancholisch vertrockneten Blumen in einer Villa lebt, wo sie meistens aus dem Fenster blickt und ein wenig empfindlich gegen Zugluft ist. Nun ist Ginza in Wahrheit ein Stadtteil von Tokio, was den Zauber des Namens nicht verfliegen lässt, selbst wenn einen meist hoch begütertes Einkaufspublikum umgibt, das in die Prachtbauten strömt, die etwa Louis Vuitton oder Bulgari dort hingedonnert haben.
