Mindestens 66 Tote bei Absturz von Militärflugzeug in Kolumbien – Panorama

Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Kolumbiens sind Medienangaben zufolge deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als bislang bekannt. Mehrere örtliche Medien berichteten unter Berufung auf Behörden von mindestens 66 Todesopfern. Dutzende Verletzte seien in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden, hieß es.

Eine öffentliche Stellungnahme der Behörden zu den neuen Opferzahlen gab es zunächst nicht. Zuvor hatte der regionale Gouverneur John Gabriel Molina Acosta von acht Toten gesprochen.
128 Personen befanden sich nach übereinstimmenden Medienberichten an Bord der Maschine.

58 der Todesopfer gehörten der Nationalarmee an, sechs der kolumbianischen Luftwaffe und zwei der Nationalpolizei, berichtete unter anderem die Zeitung El Tiempo. Das Flugzeug war wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen in Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo nahe der Grenze zu Peru aus bisher ungeklärter Ursache abgestürzt.

Der Präsident beschuldigt „geizige Vampire“ und „zwielichtige Geschäftemacher“

Warum es abstürzte, ist unklar. Einen Anschlag schlossen die Behörden zunächst aus. Ein technischer oder menschlicher Fehler werde geprüft.

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro drückte sein Beileid aus – und holte zugleich in mehreren Statements zur Anklage aus. Er bedauere den Tod der „Söhne des Volkes“. Diese seien mit „Schrott“ in den Himmel geschickt worden. Dafür machte er politische und wirtschaftliche Eliten verantwortlich. Diese nannte er „geizige Vampire“ und „zwielichtige Geschäftemacher“.  Vorgängerregierungen hätten veraltetes Militärgeräte angeschafft. Petro, der erste linke Präsident Kolumbiens, steht kurz vor dem Ende seiner Regierungszeit. Im Mai wird neu gewählt.