Milano Cortina 2026: Johannes Klæbo ist nach Staffelgold Rekordsieger bei Winter-Olympia

Der Norweger Johannes Høsflot Klæbo hat mit der neunten Goldmedaille seiner Karriere Olympiageschichte geschrieben. Der 29-Jährige gewann in Tesoro mit der norwegischen Staffel über die 4×7,5 km und ist nun alleiniger Rekordhalter bei Winterspielen vor seinen nicht mehr aktiven Landsleuten Marit Bjørgen, Björn Dæhlie (beide Skilanglauf) und Ole Einar Bjørndalen (Biathlon), die jeweils achtmal Gold gewonnen haben. Bei Sommerspielen steht der Rekord bei 23 Goldmedaillen, gehalten von US-Schwimmer Michael Phelps.

Die norwegische Staffel mit Emil Iversen, Martin Løwstrøm Nyenget, Einar Hedegart und Klæbo setzte sich vor Frankreich durch. Bronze ging an Gastgeber Italien. Die deutschen Langläufer konnten wie erwartet nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Für Klæbo ist es bei diesen Spielen bereits das vierte Gold. In allen Wettkämpfen, in denen er am Start stand, siegte der Norweger. Vor dem Rennen sprach er über den Druck, der auf der norwegischen Staffel laste, und verwies auf das enttäuschende Abschneiden bei den Spielen in Peking vor vier Jahren. Dort war Norwegen Zweiter hinter der Staffel des Russischen Olympischen Komitees geworden.

„Er steht auf dem Ski wie kein anderer“, sagte der deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder und lobte Klæbos Technik, Akribie und Trainingsdisziplin. Der Norweger gilt als Spezialist für Höhentraining und arbeitet oft wochenlang getrennt vom Team.