
Mustafa Özil lehnt sich in seinen Ledersessel zurück und zieht an seiner Zigarre. „Ich war erstaunt, was ich erschaffen habe“, sagt er im Rückblick zum Wechsel seines Sohnes Mesut zu Real Madrid. Diese verräterische Formulierung, die ein beinahe göttliches Selbstverständnis als Vater verrät, verwendet er nicht nur einmal in Zu Gast bei Freunden, einer neuen ZDF-Doku über Mesut Özil.
Özil, einer der talentiertesten deutschen Fußballer aller Zeiten, war einer der drei, vier wichtigsten Spieler in der Weltmeister-Elf von 2014. Mit Philipp Lahm bildete er im Finale von Rio die Achse, so gut wie jeder Angriff lief über die beiden. Ohne Özil wäre Deutschland nicht Weltmeister geworden. Das Gegenteil kann nur behaupten, wer sachferne Gründe anführen will oder keine Ahnung von Fußball hat. Von beiden Sorten hat Deutschland nicht zu wenige.
