

Nach dem Meningitis-Ausbruch in Südengland sinken die Fallzahlen leicht. Die Behörden warnen jedoch weiter vor einer angespannten Lage.
Nach dem Meningitis-Ausbruch in Südengland mit zwei Toten sind die Fallzahlen gesunken. Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA korrigierte die Zahl der bestätigten Infektionsfälle und der Verdachtsfälle am Sonntag von 34 auf 29 nach unten. Es gibt demnach 20 bestätigte Fälle und neun Verdachtsfälle. Gesundheitsminister Wes Streeting sagte, es seien „herkulische Anstrengungen“ unternommen worden, um die Infizierten zu behandeln und eine Ausbreitung zu verhindern. Der Region stehe aber eine „weitere herausfordernde Woche“ bevor.
Meningitis forderte zwei Todesopfer
In der Grafschaft Kent im Südosten Englands sind bereits zwei junge Menschen an Meningitis gestorben, eine 18 Jahre alte Schülerin und ein 21 Jahre alter Student der University of Kent in Canterbury. Nach Angaben der UKHSA wurden inzwischen 12.600 Menschen vorbeugend mit Antibiotika versorgt und mehr als 9000 Menschen gegen Meningokokken der Untergruppe B geimpft.
Eine Meningitis kann durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden. Meningokokken sind Bakterien, die schwere und in seltenen Fällen lebensbedrohliche Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) verursachen können. Bei den meisten Infektionen in Kent wurde nach Angaben der Behörden die bakterielle Erregergruppe B nachgewiesen, bei der die Sterblichkeitsrate nach Angaben des britischen Gesundheitsdienstes NHS bei etwa zehn Prozent liegt.
Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die meisten Infektionsfälle in Kent stehen mit der bei Studierenden beliebten Großraumdisco „Club Chemistry“ in Canterbury in Verbindung. Die Behörden riefen alle Gäste, die den Club am 5., 6. oder 7. März besucht hatten, auf, sich für eine Behandlung mit Antibiotika zu melden.
AFP
jek
