Mehrere Großbaustellen an Autobahnen 2026

Verkehrsteilnehmer in Sachsen-Anhalt müssen sich 2026 auf umfangreiche Bauarbeiten auf den Autobahnen einstellen. Nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes ist die bauliche Substanz der Strecken zwar insgesamt solide. Allerdings stünden zahlreiche Maßnahmen an, die in den vergangenen Jahren aufgeschoben wurden. Hintergrund ist, dass viele Abschnitte in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren neu gebaut oder grundlegend saniert wurden und nun altersbedingt erneuert werden müssen.

Für dieses Jahr sind Investitionen in Höhe von 213 Millionen Euro für Bau- und Erhaltungsmaßnahmen vorgesehen. In den Vorjahren lagen die eingeplanten Mittel zwischen 203 und 260 Millionen Euro.

Schwerpunkte der Bauarbeiten sind unter anderem die A2 bei Alleringersleben, die A36 bei Wernigerode sowie die A38 bei Leuna. Diese Abschnitte gelten aufgrund ihres Alters und der hohen Verkehrsbelastung als besonders beansprucht.

Ein zentrales Infrastrukturprojekt bleibt die Verlängerung der A14. Bis zu den Sommerferien soll ein weiteres Teilstück freigegeben werden. Geplant ist der Anschluss zwischen Lüderitz und der B188 nahe Stendal. Die tatsächliche Freigabe hängt jedoch von der weiteren Wetterentwicklung im Winter ab.

Der Lückenschluss der A14 zwischen Magdeburg, Wittenberge und Schwerin zählt zu den bedeutendsten Verkehrsprojekten in Norddeutschland. Mit der Fertigstellung wird einer der bislang größten autobahnfreien Räume an das überregionale Netz angebunden.

Eine Neuerung ist für eine Baustelle auf der A2 geplant: Dort soll Lkw-Fahrern erstmals erlaubt werden, im Baustellenbereich auch die linke Spur zu nutzen und zu überholen. Hintergrund sind Erfahrungen aus dem Vorjahr, als sich insbesondere auf der rechten Spur lange Lkw-Staus bildeten, während die linke Spur kaum ausgelastet war.