Um den Mann ein bisschen besser kennenzulernen, der nun das deutsche Eisschnelllaufen je nach Sichtweise zu neuer Blüte führt oder mit Karacho gegen die Wand fährt, ein kleiner Schwenk zurück in den Herbst 2010. Da war Matthias Große noch nicht der kernige Präsident der Deutschen Eisschnelllauf– und Shorttrack Gemeinschaft (DESG), sondern bloß ein Ex-Türsteher, Immobilienunternehmer – und der neue Partner der seinerzeit wegen auffälliger Blutwerte gesperrten (und später von den Verbänden rehabilitierten) Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein. Schon damals fiel Große nicht nur mit seinem exquisiten Autogeschmack auf – er fährt gern Hummer –, sondern auch mit eher eigenwilligen Methoden.
