Matt Brittin, Ex-Google-Chef für Europa, den Nahen Osten und Afrika, wäre der erste Big-Tech-Manager, der einen großen öffentlich-rechtlichen Sender führt. Eine Entscheidung bei der BBC wird kommende Woche erwartet.
Der frühere Google-Europa-Manager Matt Brittin soll nach übereinstimmenden britischen Medienberichten nächster Director General der BBC werden. Das für die Berufung zuständige BBC Board werde auf seiner nächsten Sitzung am Donnerstag abschließend über die Personalie beraten, berichtet unter anderem der Guardian.
Brittin war bis 2025 über mehr als ein Jahrzehnt in führenden Positionen für die Plattform in Europa, dem Nahen Osten und Afrika zuständig. Während seiner Zeit bei dem Tech-Konzern habe er immer versucht, den klassischen Medien und der Kreativindustrie klarzumachen, dass „Big Tech für sie kein Raubtier, sondern ein Partner ist“, zitiert der Guardian Brittin.
Der bisherige BBC-Director General Tim Davie hatte im November 2025 wegen des fehlerhaften Zusammenschnitts einer Rede von US-Präsident Donald Trump aus dem Jahr 2021 vor dem Sturm aufs Capitol seinen Rücktritt erklärt. Trump hat in diesem Zusammenhang auch eine Milliardenklage gegen die BBC angestrengt, die 2027 vor einem Gericht im US-Bundesstaat Florida verhandelt werden soll. (KNA)
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