Lufthansa meidet Luftraum über Iran und Irak

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten meidet die Lufthansa nach eigenen Angaben „bis auf Weiteres“ den Luftraum über Iran und dem Nachbarland Irak. Dies gelte „für alle Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe“, teilte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur AFP am Mittwochabend mit. Zudem würden aufgrund der Lage bei Verbindungen in die israelische Metropole Tel Aviv und die jordanische Hauptstadt Amman von Donnerstag an und bis einschließlich nächsten Montag die Rückflüge noch am gleichen Tag stattfinden.

Weiter hieß es, „einige Flüge“ könnten annulliert werden. Die Lufthansa-Gruppe werde die Lage weiter „eng im Blick behalten“ und in den kommenden Tagen weiterhin bewerten. Von Änderungen betroffene Passagiere würden von ihrer Fluggesellschaft kontaktiert.

Trump: „Uns wurde gesagt, dass die Tötungen in Iran aufhören“

Angesichts des massiven Proteste gegen die Führung der Islamischen Republik und deren brutaler Niederschlagung durch die Sicherheitskräfte hatte US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Tagen Teheran mehrmals mit einem Eingreifen gedroht.

Am Mittwochabend deutete Trump eine Deeskalation an: „Uns wurde gesagt, dass die Tötungen in Iran aufhören“, sagte der Republikaner im Weißen Haus. „Sie hören auf, und es gibt keinen Plan für Hinrichtungen oder eine Hinrichtung.“ Auf Nachfrage führte er aus, dass er die Informationen „von sehr wichtigen Quellen auf der anderen Seite“ erhalten habe. Konkreter wurde er dabei nicht. Er hoffe, dass es stimme, betonte Trump.

Am Mittwoch hatten mehrere Staaten ihre Sicherheitshinweise für Staatsbürger in der Region verschärft. So wiesen die USA einen Teil der Mitarbeiter an ihrem Luftwaffenstützpunkt in Qatar an, diesen zu verlassen und forderten Staatsbürger auf, Iran zu verlassen. Die britische Botschaft in ‍Teheran ist einem Medienbericht ‍zufolge vorübergehend geschlossen worden. Italien und Polen haben ihre Bürger zur Ausreise aus Iran aufgerufen.

Das Auswärtige Amt verwies in seinen Reisehinweisen für Qatar und Saudi-Arabien auf eine „äußerst volatile Sicherheitslage in der gesamtem Region“ – und insbesondere auf mögliche Einschränkungen des Flugverkehrs.