Liveblog zur Mondmissiomn „Artemis 2“: Start der Mondmission steht bevor – Astronauten in Rakete – Wissen

Der Mond ist eine Glaubensfrage

Bevor die Wirrköpfe nun auch zu dieser Mondmission wieder die Narrative entern wollen: Besser die Profis ranlassen! In der für Dinge der Vorstellungskraft verantwortlichen Popkultur ist der Mond schließlich seit jeher eine große Glaubensfrage. Ort der Mystik und Verschwörungen. Schwer zu überwachender Wirkraum ominöser Kräfte und abstrakter Gefahren. Vulgo: Gab es die Mondlandung wirklich? Und was passiert eigentlich auf der abgewandten, der dunklen, der „Dark Side of the Moon“?
Den zwingendsten Song dazu haben R.E.M. Anfang der Neunziger geschrieben. „Man on the Moon“ ist eigentlich Andy Kaufman gewidmet. Der Text nimmt Lebens- und Karrierestationen der Komikerlegende und verbindet sie mit weiteren Verschwörungserzählungen. Darunter eben die angeblich in Filmstudios inszenierte Mondlandung, oder die vermeintlich fingierten Tode von Elvis und Kaufman selbst. Und alles kulminiert dann in diesem unendlich guten Refrain, der – wie so oft bei der Band – nach absoluter Größe und Gültigkeit strebt, sich dabei aber gleichzeitig mit erhabener Noblesse zurückhält: „If you believed they put a man on the moon / (Man on the moon) / If you believe there’s nothing up his sleeve / Then nothing is cool“.

Zu den tollsten Mythen rund um Kaufman gehört übrigens, dass er als Jim Carrey zurückgekehrt ist. Der ihn dann in Miloš Formans Biopic „Man on the Moon“ verkörperte. Der seinen Namen wiederum vom genannten R.E.M.-Song hat. Der ja Kaufman besingt. Und immer so weiter, was mal wieder zeigt, dass die Realität bestimmt auch super ist, auch und gerade, was den Mond betrifft, aber mit der Fantasie kann sie dann eben doch nie mithalten.