

Ermutigt vom Erfolg in Venezuela, will Washington demnach auf der Karibikinsel einen ähnlichen Plan verfolgen. Die Regierung von Donald Trump suche derzeit nach Insidern in der kubanischen Regierung, mit denen eine Vereinbarung zum Sturz der kommunistischen Führung Kubas getroffen werden könne, berichtet das WSJ. Das solle noch bis Ende dieses Jahres geschehen.
In Venezuela war die US-Regierung ganz ähnlich vorgegangen: Statt auf die venezolanische Opposition zu setzen, entführten Spezialkräfte Machthaber Maduro und dessen Frau. Anschließend wurde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt. Diese verurteilte das amerikanische Vorgehen öffentlich scharf, ist aber vom Kurs der Konfrontation mit den USA abgekommen. „Wir befinden uns in einem Dialogprozess, in einem Prozess der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten“, sagte sie erst gestern.
In den sozialen Medien hatte US-Präsident Trump dem kubanischen Regime offen gedroht: „Ich empfehle dringend, dass sie eine Vereinbarung treffen, bevor es zu spät ist“, schrieb er am 11. Januar. Es werde „KEIN ÖL ODER GELD“ mehr nach Kuba fließen.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel antwortete darauf: Die USA hätten keine moralische Autorität, Kuba ein Abkommen aufzuzwingen, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst X. „Kuba greift nicht an; es wird seit 66 Jahren von den USA angegriffen, und es droht nicht; es bereitet sich darauf vor, die Heimat bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen.“
