Liveblog USA unter Trump: Merz in Davos: „Eine neue Ära hat begonnen“

Versucht die amerikanische Regierung nach der erfolgreichen Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, auch das kommunistische Regime auf Kuba zu stürzen? Das berichtet das „Wallstreet Journal“ (WSJ) unter Berufung auf anonyme Quellen. 

Ermutigt vom Erfolg in Venezuela, will Washington demnach auf der Karibikinsel einen ähnlichen Plan verfolgen. Die Regierung von Donald Trump suche derzeit nach Insidern in der kubanischen Regierung, mit denen eine Vereinbarung zum Sturz der kommunistischen Führung Kubas getroffen werden könne, berichtet das WSJ. Das solle noch bis Ende dieses Jahres geschehen.

In Venezuela war die US-Regierung ganz ähnlich vorgegangen: Statt auf die venezolanische Opposition zu setzen, entführten Spezialkräfte Machthaber Maduro und dessen Frau. Anschließend wurde Vizepräsidentin Delcy  Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt. Diese verurteilte das amerikanische Vorgehen öffentlich scharf, ist aber vom Kurs der Konfrontation mit den USA abgekommen. „Wir befinden uns in einem Dialogprozess, in einem Prozess der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten“, sagte sie erst gestern.

Nach dem Sturz Maduros, der einer der wichtigsten Unterstützer des kubanischen Regimes war, geht die Trump-Regierung davon aus, dass die Wirtschaft Kubas kurz vor dem Zusammenbruch steht. Und, so das WSJ, dass die Regierung in Havanna so schwach ist wie nie. Laut den Regierungsbeamten, die die Zeitung zitiert, versucht Washington jetzt, den Zusammenbruch der kubanischen Wirtschaft zu beschleunigen, indem verhindert wird, dass Venezuela weiterhin Öl nach Kuba liefert.

In den sozialen Medien hatte US-Präsident Trump dem kubanischen Regime offen gedroht: „Ich empfehle dringend, dass sie eine Vereinbarung treffen, bevor es zu spät ist“, schrieb er am 11. Januar. Es werde „KEIN ÖL ODER GELD“ mehr nach Kuba fließen.

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel antwortete darauf: Die USA hätten keine moralische Autorität, Kuba ein Abkommen aufzuzwingen, schrieb er auf ​dem Kurznachrichtendienst X. „Kuba greift nicht an; es wird seit 66 Jahren von den USA angegriffen, und es droht nicht; es bereitet sich darauf vor, die Heimat bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen.“