

Charles hatte seinem Bruder wegen dessen Verbindungen zu Epstein im vergangenen Jahr alle königlichen Titel und Ehren aberkannt. Die Australo-Amerikanerin Virginia Giuffre hatte den ehemaligen Prinzen beschuldigt, sie im Alter von siebzehn Jahren missbraucht zu haben. Andrew stritt zwar alles ab, eine Zivilklage in den Vereinigten Staaten endete jedoch in einem angeblich millionenschweren Vergleich.
Die Zuordnung der teils geschwärzten Akten ist zuweilen schwierig. Weitere E-Mails legen nahe, dass es sich bei einem mysteriösen Kontakt der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell namens „The Invisible Man“ (Der unsichtbare Mann) um Andrew handeln könnte. So wird etwa ein möglicher Aufenthalt auf der Privatinsel Epsteins, Little Saint James, diskutiert, an dem der mit „A“ unterzeichnende Kontakt wegen seiner Kinder nicht teilnehmen kann.
Weitere Dokumente zeigen einen Mail-Verkehr zwischen Epstein und einer Sarah aus dem Jahr 2009. Der Inhalt legt nahe, dass es sich dabei um Andrews Ex-Frau Sarah „Fergie“ Ferguson handelt. Epstein wird darin etwa als „Legende“ und „Bruder, den ich mir immer gewünscht habe“ bezeichnet. Ferguson hatte bereits 2011 in einem Interview mit der Zeitung „Evening Standard“ zugegeben, von Epstein 15.000 Pfund (derzeit etwa 17.000 Euro) angenommen zu haben und die Verbindung zu dem Sexualstraftäter bedauert.
