Liveblog Olympia 2026: Deutsche Rodler gewinnen Gold in der Teamstaffel


Mit Tränen in den Augen hat Präsidentin Kirsty Coventry ein Scheitern des IOC im Helm-Streit mit dem ukrainischen Skeleton-Piloten Wladislaw Heraskewytsch eingeräumt. „Leider sind wir nicht zu einer Lösung gekommen. Ich wollte ihn wirklich heute im Rennen sehen. Es war ein emotionaler Morgen“, sagte die Chefin des Internationalen Olympischen Komitees. 

Heraskewytsch war im Disput um seinen Kopfschutz mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen nicht auf Kompromissvorschläge des IOC eingegangen und daher vom olympischen Wettbewerb ausgeschlossen worden. Diese Entscheidung traf der zuständige Weltverband IBSF. Das IOC entzog dem 27-Jährigen die Akkreditierung für die Winterspiele in Italien.

„Niemand, wirklich niemand, besonders ich nicht, widerspricht der Botschaft. Sie ist kraftvoll. Sie ist eine Botschaft des Gedenkens, eine Botschaft der Erinnerung, und niemand lehnt das ab. Die Herausforderung besteht darin, dass wir eine Lösung speziell für die Wettkampfstätte finden wollten“, sagte Coventry. Sie hatte an der Olympia-Bahn noch versucht, Heraskewytsch in letzter Minute umzustimmen. 

IOC-Sprecher Mark Adams erklärte, Coventry sei auch deshalb besonders emotional gewesen, weil sie als frühere Vorsitzende der Athletenkommission viel Zeit in die Entwicklung des Regelwerks investiert habe. Nach Rückmeldung von rund 3.500 Sportlerinnen und Sportlern sei der Regelrahmen für politische Äußerungen festgelegt worden. „Es geht nicht um die Botschaft, es geht um die Unantastbarkeit des Spielfelds“, sagte Adams.

Heraskewytsch habe die Chance erhalten, in mehreren Trainingsläufen mit dem Helm zu fahren. Das IOC hatte ihm zudem angeboten, ausnahmsweise einen schwarzen Trauerflor am Arm zu tragen. Zudem hätte der Ukrainer den Helm auch im Bereich für Medienvertreter zeigen und sein Anliegen erklären dürfen. „Nur für die eine Minute des Wettbewerbs hatten wir ihn gebeten, es nicht zu tun“, erklärte Adams. (dpa)