Ließ sich ein früherer Haaretz-Kolumnist von Katar für geschönte Texte kaufen? – Medien

Der ehemalige Kolumnist der israelischen, linksliberalen Zeitung Haaretz, Alon Pinkas, soll Hunderttausende Dollar von einem Katar-Lobbyisten erhalten haben. Das berichtete die Zeitung kürzlich selbst. Pinkas ist ein ehemaliger Diplomat, der früher für das israelische Generalkonsulat in New York arbeitete. In dem Bericht wird Haaretz-Chefredakteur Aluf Benn zitiert, Pinkas habe ihm gegenüber zugegeben, eine monatliche Zahlung von Jay Footlik erhalten zu haben, dem Gründer der Lobbyagentur Third Circle, welche Katar in verschiedenen Ländern vertritt. Pinkas bestritt allerdings, dass er als Gegenleistung positiv über den Staat berichtet habe: Er habe das Geld für ganz andere Aufträge erhalten. Pinkas verließ nach dem Gespräch die Zeitung, sagte Benn, und dass alle früheren Artikel von ihm nun mit einem Hinweis versehen seien: „Alon Pinkas trat im April 2025 aufgrund seiner Verbindungen zu Jay Footlik, Lobbyist für Katar, von seiner Stelle bei Haaretz zurück.“