Leipziger Buchpreis: Wackelige Entscheidungen – Das sind die Gewinner – Kultur

Irina Rastorgueva, Thomas Weiler, und etwas überraschend auch Kristine Bilkau werden mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Wolf Haas und Christian Kracht gehen leer aus.

Über der Verleihung des 21. Preis der Leipziger Buchmesse liegt von Anfang an etwas leicht Drückendes. Es kann an dem Gewächshausklima des Saals liegen. Oder an den sich unter der Glaskuppel stauenden Worten der Auftaktrede von Messechefin Astrid Böhmisch, deren Sprachbilder bisweilen ein bisschen wackelig geraten. „Wackelkontakte lassen sich neu zusammenstellen“, sagt sie etwa. Wie das denn? Wird hier nach dem Prinzip der Nabokov’schen Schrotflinte schon die Preisübergabe an Wolf Haas in der Kategorie Belletristik vorbereitet, für seinen herrlich verspielten Roman „Wackelkontakt“?