Im zweiten Spiel der Halbfinalserie des EHC München gegen die Adler Mannheim musste das Team von Coach Oliver David ein Déjà-vu wegstecken. Eine starke Münchner Performance machten die Adler mit einem kuriosen Siegtreffer in der Overtime zunichte.
Nach dem Overtime-Thriller in Spiel eins der Halbfinal-Serie gegen die Adler Mannheim wollte der EHC München den Play-off-Rückstand durch einen Sieg vor heimischem Publikum egalisieren. Sie hatten im letzten Duell die besseren Chancen und mehr Druckmöglichkeiten durch Powerplays gehabt, doch vor allem die starke Leistung des Mannheimer Torhüters Maximilian Franzreb hatte es den Münchnern schwer gemacht.
Starker EHC belohnt sich nicht
Auch im zweiten Duell brachte der EHC in der Anfangsphase schon einige Schüsse aufs Tor, konnte aber aus einem Powerplay nach der ersten Strafe der Partie für den Mannheimer Maximilian Heim (8.) nicht scoren. Die anschließende Unterzahlphase nach Strafe für Alberts Šmits (11.) überstanden die Münchner ohne Gegentor. Die ersten 20 Minuten spielten beide Teams diszipliniert, der EHC hatte etwas mehr Spielanteile, doch keins der Teams konnte daraus etwas Zählbares mitnehmen.
Münchner Doppelschlag in 92 Sekunden
Im zweiten Drittel ging es zunächst ausgeglichen weiter. Doch ein individueller Fehler von William Worge Kreü nutzte Yasin Ehliz eiskalt zur Führung aus: Der Mannheimer geriet im Zweikampf ins Stolpern, wodurch Ehliz auf der rechten Seite freie Bahn hatte und zum ersten Treffer der Partie einnetzte (32.).
Kurz danach nutzten die Münchner auch noch ein Powerplay aus und erhöhten dank Chris DeSousas wunderschönem Zuspiel und Tobias Rieders Treffer (33.) zum 2:0 – ein Doppelschlag der Münchner innerhalb von 92 Sekunden.
Direkte Antwort der Adler Mannheim
Nur ein paar Minuten später antworteten die Adler mit einem Treffer ihrerseits (35.), ebenfalls während eines Powerplays. Nicolas Mattinen zog aus dem linken Bullykreis ab und weil der Schuss abgefälscht war, flog der Puck unhaltbar ins kurze Eck. Mannheim war mit dem Treffer zum 2:1 wieder dran, nach zwei gespielten Dritteln war für beide Teams noch alles drin.
Zu Beginn des letzten Drittels belegte die Torschussstatistik von 21 zu elf für den EHC die klare Chancenüberzahl für die Münchner, aber auch die erneut starke Performance von Mannheims Torhüter Maximilian Franzreb. Das Spiel wurde nun immer intensiver und hitziger.
Ein wunderschöner Treffer von Matthias Plachta brachte den Adlern den Ausgleich (54.). Aus der neutralen Zone kommend nahm er den Puck perfekt mit und beförderte ihn wuchtig aber mit Präzision über die Stockhandseite per Handgelenkschuss links ins Kreuzeck. Bis zum Ende der regulären Spielzeit hielt sich der 2:2-Spielstand, sodass es auch im zweiten Duell der Halbfinalserie in die Overtime ging.
Frustrierendes Déjà-vu für EHC München
Nur drei Minuten und 52 Sekunden dauerte die Overtime, bis die Adler – wie in Spiel eins – den entscheidenden Treffer erzielten. Justin Schütz traf den EHC München, der in diesem Duell leicht die Nase vorn hatte, mitten ins Herz zum 3:2-Siegtreffer für die Mannheimer.
Doch es war auch Pech auf EHC-Seite dabei. Marc Michaelis schoss Justin Schütz in der Nähe des rechten Pfostens ab. Von seinem Körper sprang der Puck an die Bande und zu EHC-Keeper Antoine Bibeau. Der Abpraller der Scheibe von seinem Schlittschuh glitt über die Linie. Ein kurioser Treffer und ganz bitter für den EHC.
Für Spiel drei treten die Münchner in Mannheim am Sonntag ab 16.30 Uhr an.
Quelle: BR24Sport im Radio 10.04.2026 – 19:45 Uhr
