Der Papst warnt seine Gläubigen vor dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Doch ausgerechnet unter Priestern boomt KI-gestützte Predigtsoftware.
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Christopher Nerreau ist sich noch nicht sicher, ob Papst Leo XIV. ihm das Geschäft verdorben hat. Einiges spricht dafür, anderes dagegen – aber so oder so nimmt der 50-jährige Amerikaner aus West Brookfield in Massachusetts es sehr ernst, was Papst Leo zu sagen hat. Er will, dass das klar ist.
Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost aus dem 14 Autostunden entfernten Chicago, warnt seit Wochen vor künstlicher Intelligenz. Im Januar sprach er über Gefahren für menschliche Beziehungen, kritisches Denken und Persönlichkeitsbildung. Er ermahnte junge Menschen, ihre Hausaufgaben nicht mithilfe von ChatGPT zu machen. Und vor zwei Wochen sagte er Priestern der römischen Diözese, sie sollten doch bitte der Versuchung widerstehen, KI für ihre Predigten zu verwenden.
